Müllabfuhr lässt überfüllte Tonnen stehen

Rodgau (eh) - Die Stadt macht Ernst mit ihrer Ankündigung, überfüllte Mülltonnen nicht mehr leeren zu lassen. Die Firma Remondis lässt ab nächster Woche alle Restmülltonnen stehen, deren Deckel nicht ganz geschlossen ist.

Die Müllwerker versehen diese Tonnen mit einem schriftlichen Hinweis über die falsche Befüllung.

Auf dem Papier gilt diese Regelung bereits seit zwei Jahren - umgesetzt wird sie aber erst jetzt. In der Abfallsatzung vom 1. Januar 2009 heißt es: „Die Abfallgefäße dürfen nicht zweckwidrig verwendet werden, insbesondere dürfen sie nur soweit gefüllt werden, dass ihre Deckel sich gut schließen lassen. Einschlämmen und Einstampfen des Inhalts ist nicht gestattet. Die Deckel sind geschlossen zu halten.“

Hoffmann kündigte härteres Vorgehen an

Wegen der Umstellung auf neue Mülltonnen und den geänderten Abfuhrrhythmus hatte die Stadtverwaltung zunächst darauf verzichtet, diese Vorschrift umzusetzen. Im letzten Jahr wurden Klagen über übervolle Tonnen laut. Daraufhin kündigte Bürgermeister Jürgen Hoffmann (SPD) im Umweltausschuss ein härteres Vorgehen an.

An den überfüllten Mülltonnen zeigt sich das gestiegene Kostenbewusstsein der Bürger. Seit diesem Jahr sind nur noch zehn Restmüll-Leerungen pro Jahr in der Grund- und Mindestgebühr enthalten. Jede weitere Leerung kostet extra.

Fragen zur Abfallentsorgung beantwortet der Fachbereich Abfallwirtschaft im Rathaus unter Telefon:  693-1214, 693-1139 oder 693-1244.

Ab 9. Mai leert die Firma Remondis keine Restmülltonnen mehr, deren Deckel nicht geschlossen sind. Für die betroffenen Bürger bedeutet das, dass ihr Müll zwei Wochen stehen bleibt. Die überzählige Menge müssen sie entweder zwei weitere Wochen einlagern - oder sie kaufen für acht Euro einen städtischen Müllsack mit 60 Liter Fassungsvermögen.

Quelle: op-online.de

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