Müllauto kam nach Wochen

Rodgau - (eh/bp) Erleichterung beim Tennisclub Rodgau (TCR) in Dudenhofen: Der Müll der letzten zweieinhalb Wochen wurde am Montag endlich abgeholt, unter anderem die gelben Säcke vom 30. April und das Altpapier vom 15. Mai. Zuvor hatten sich Vorstandsmitglieder des Vereins die Finger wund telefoniert: Sie reklamierten bei der Stadt, bei der Abfuhrfirma Remondis und beim Dualen System Hessen.

„Bei Remondis bekommen wir immer die gleiche Antwort: Es wird beim nächsten Mal abgeholt“, klagt TCR-Pressesprecherin Liane Saßmann. Aber das könne keine Lösung sein: Den Anblick aufgetürmter Müllberge könne man weder auswärtigen Mannschaften noch den Besuchern der Vereinsgaststätte zumuten: „Wir haben auch einen Ruf zu verlieren.“ Außerdem bezahle der Verein für die Entsorgung wie jeder Bürger auch.

Die Stadt Rodgau hat ein Druckmittel gegenüber der Müllabfuhr, wie Simone Jäger von der Pressestelle erläutert: „Wir melden die Reklamationen und weisen Remondis an, dass sie die Abfälle holen sollen. Die Firma hat dafür zwei Tage Zeit. Danach haben wir die Möglichkeit, die Entsorgung anderweitig zu vergeben. Die Kosten stellen wir dann der Firma Remondis in Rechnung.“

Bei Pannen mit den gelben Säcken müssen sich Betroffene allerdings direkt an Remondis wenden. Nicht nur der TCR ärgert sich darüber, dass die Firma es ablehnt, neue gelbe Tonnen in Rodgau auszuliefern. Auch da versuchte die Stadt dem Tennisclub zu helfen: Sie bot einen gelben Container an, der auf dem Recyclinghof übrig war.

Während sich bei den Tennisfreunden der Müll-Frust inzwischen relativiert hat, herrscht an der Dresdener Straße 20 bis 24 in Nieder-Roden noch große Unzufriedenheit mit dem Abfuhrunternehmen Remondis. Es handelt sich bei diesem Straßenstück um eine enge Stichstraße, in die ein Müllfahrzeug nur schwer hinein (und wieder heraus) kommt. „Mit dem früheren Müllunternehmen hat es trotzdem keine Probleme gegeben, aber jetzt bleiben unsere vollen Tonnen immer wieder einfach stehen“, reklamiert Anwohnerin Johanna Schmidt.

Zusammen mit Remondis hat sie das Problem bereits mehrfach erörtert und sogar einen Sammelplatz für Tonnen ausgesucht, der gut zu erreichen ist. Aber selbst dort bleiben die vollen Behälter zuweilen stehen. Was Johanna Schmidt besonders ärgert: „Neulich haben die glatt behauptet, unsere Tonnen hätten nicht draußen gestanden.“ Remondis unterstellt sie keinen bösen Willen. Doch die Abfuhr müsse „unbedingt besser werden“.

Quelle: op-online.de

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