Müllsünder bevorzugen Dudenhofen

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Anfang der Woche haben Umweltferkel es wieder getan. Im Wald, hinter der Kompostierungsanlage gegenüber der Firma Noor haben sie einen großen Haufen Müll abgeladen.

Rodgau ‐ Immer mehr Umweltferkel beseitigen ihren Müll in Rodgau illegal. Die Stadt meldet eine Zunahme der Fälle um 20 Prozent im Vergleich zum vergangenen Jahr. Von Monika Wick

Insgesamt sind 261 Meldungen beim Magistrat eingegangen. Dienstagabend kam ein weiterer Fall hinzu. Unser Leser Heribert Schwab entdeckte in Dudenhofen gegenüber der Firma Noor einen großen Haufen aus Bauschutt und Matratzen.

Die örtlichen Landschaftsbeobachter registrierten im vergangenen Jahr 168 Verstöße. Sieben ehrenamtliche Beobachter begehen das Stadtgebiet und achten auf besondere Vorkommnisse wie Straßenschäden, ungenehmigte Bauten und Müll. Für die Umweltverschmutzer scheint Dudenhofen ein besonders beliebtes Depot zu sein. 2009 kam es dort zu 94 Meldungen, gefolgt von 36 Vorkommnissen in Nieder-Roden und 17 in Weiskirchen. In Hainhausen und Jügesheim blieb die Zahl der illegalen Ablagerungen mit nur zehn und elf gemeldeten Fällen überschaubar.

Gefahr durch Sondermüll

Oft handelt es sich um herkömmlichen Müll, doch Pflanzenabfälle, Sperrmüll und Hausmüll sind nicht das Einzige, das Schmutzfinken in die Landschaft kippen. Auch Sondermüll wie Ölkanister oder Farbeimer zählen dazu: Gefahr für Boden und Grundwasser! Im Jahr 2009 wurden der Abteilung für öffentliche Sicherheit, Ordnung und Umwelt 93 Vorgänge gemeldet, bei denen eine solche Gefahr bestand. Manchmal wurden die Verursacher entdeckt. Bußgeldverfahren und Anhörungen waren die Folge.

Quelle: op-online.de

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