Müsli macht Läufern Beine

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Spediteur Manuel Stocké (links) spendierte den Transport der Nestlè-Lebensmittelgroßspende. „Emma“-Vorsitzender Alexander Roßkopf, GmB-Chef Christian Goldmann, Austauschschüler Hector Gerardo Corral Mendoza und Kuratoriums-Spitze Lothar Mark (von links) freuten sich über den Warenberg. Mendoza ist im Zuge eines Rotary- Jugendaustauschprogramms derzeit zu Gast bei Familie Mark.

Rodgau (bp) - 30.000 Müsliriegel sollen den Sportlern beim 24-Stunden-Lauf des Vereins „Gemeinsam mit Behinderten“ (GmB) Beine machen.

Mit dieser kohlenhydratreichen Spende sagt die Jügesheimer Lebensmittelverteilstelle „Tante Emma“ dem Verein Danke für die Beteiligung an der Anschubfinanzierung von „Tante Emma“. GmB fördert die gute Sache mit 6 000 Euro. Gestern übergab „Emma“-Vorsitzender Alexander Roßkopf nicht nur die Müsliriegel, sondern auch Hunderte Liter Erfrischungsgetränke an den GmB-Vorsitzenden Christian Goldmann und den Vorsitzenden des Kuratoriums der Stiftung von GmB, Lothar Mark.

Das geschah auf dem Hof der Nieder-Röder Stocké Spedition & Transport GmbH. Inhaber Manuel Stocké hatte den kostenlosen Transport der zwei Tonnen Lebensmittel von Weiding bei München nach Rodgau ermöglicht. Roßkopf kennt Stocké noch als Sangesfreund von der Sängervereinigung Jügesheim und hatte über private Kontakte Nestlé zu der Großspende ermuntert.

Wohltätigkeitslauf zu Gunsten der Behindertenarbeit

Ein kleiner Teil der acht Paletten kommt am Wochenende 10./11. September den 24-Stundenläufern im Stadion des TSV Dudenhofen zu Gute. Das Meiste erhalten freilich „Tante Emma“ und die Obertshäuser „Oase“.

Den Wohltätigkeitslauf zu Gunsten der Behindertenarbeit begleitet ein buntes Programm. Die Organisatoren bieten zum Beispiel Lose an für eine attraktive Tombola, bei der sogar Nieten gewinnen. Ein weiterer Höhepunkt ist das Anglühen von zwei Heißluftballons des Clubs der Ballonfahrer Hanau (nur bei gutem Wetter). Auf die Läufer wartet eine entscheidende Neuerung. Zum ersten Mal in der 30-jährigen Geschichte des Laufs wird von der Chip-Zählung auf den elektronischen Staffelstab umgestellt. Über das elektronische Rechensystem gelangen die Rundenzahlen sofort in die Wertung und über Satellit in den Live-Ticker des Vereins: www.24hlauf.de. Die Seligenstädter Firma Run-Sports-Timing zeichnet hierfür verantwortlich.

1982 gab es eine kreative Pause

Stolz sind die Organisatoren darauf, dass sie nach dem ersten Lauf 1981 bis heute durchgehalten haben. Lediglich 1982 gab es eine kreative Pause. Seitdem läuft und läuft der Lauf. Das Spendenaufkommen von 15.000 Mark beim ersten Mal reichte gerade für die Kosten. Doch danach wurde mit den Läuferleistungen auch die Spendenpraxis professioneller und erreichte konstante 100. 000 Euro. Das bisherige Spitzenergebnis lag 2001 bei 175 .000 Euro. Damals gab es auch den bisherigen Teilnehmerrekord mit 49 Mannschaften. Die meisten Runden (1063) drehten 1995 die Wilden Reiter, eine Rollstuhlmannschaft, mit Paralympic-Teilnehmern auf Rennrollstühlen. Unter den Läufern hält mit 1061 Runden seit 1992 Spiridon Frankfurt den Rundenrekord.

Quelle: op-online.de

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