Musik am Baggersee

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Ein Konzert am Kiessee der Rodgauer Baustoffwerke planen Rudolf Dombrink, Fritz Klein und Hans-Jürgen Lange (von links).

Dudenhofen (bp) - Kultur und Industrie bilden in Dudenhofen eine Allianz. Das lokale Musikangebot soll von dieser Zusammenarbeit profitieren, denn es wird um einen sehr speziellen Höhepunkt reicher.

 Die Rodgauer Baustoffwerke und der Förderkreis für kulturelle Projekte Dudenhofen planen auf dem Werksgelände des Baustoffproduzenten ein Seefest mit klassischer Musik. Die Veranstalter vertrauen darauf, dass der besondere Charme und die unvergleichliche Akustik dieses ungewöhnlichen Aufführungsorts in der Natur und doch mitten in einem Industriebetrieb den Konzertabend ausnehmend reizvoll machen werden.

Seit ihrem Beginn 1954 hat die Sandgewinnung im Dudenhöfer Wald nicht nur einen großen Baggersee geschaffen, sondern auch eine wilde Canyon-Landschaft. Steile Hänge, kleine Buchten und hoch über dem See gelegene Plateaus prägen das Gelände. Auf einer solchen Hochebene über dem Baggersee soll das Konzert unter freiem Himmel erklingen. Vielleicht nutzt das Orchester auch das mächtige Baggerschiff, das auf dem See schwimmt, als Bühne. Zum Seefest würde das Schiff natürlich raffiniert beleuchtet.

Ein Busfahrdienst soll die Gäste bequem zu ihren Sitzen bringen. Ihre Plätze nehmen die Zuhörer dann gegenüber dem Baggerschiff und unweit der großen Förderbänder ein, die sonst den Sand transportieren. Einfach spektakulär, dieses Ambiente.

Vorstellbar ist, dass verschiedene Gruppen von Bläsern (Alphörner, Hörner, Posaunen) und ein Chor mitwirken. Sie würden sich überall im Gelände verteilen und - begleitet von überraschenden Lichteffekten - klangliche und optische Reize setzen.

Baustoffwerke-Chef Rudolf Dombrink und der Förderkreisvorsitzende Hans-Jürgen Lange verfolgen die Idee zum Konzert auf dem Werksgelände schon seit einigen Jahren. Nun konkretisierten sie bei einer Besichtigung der Sandgrube ihre Vorstellungen. Beteiligt war an der rustikalen Geländefahrt im Jeep auch der Dirigent des Volkschors, Fritz Klein. Als musikalischer Berater unterbreitete er Lange und Dombrink Vorschläge zur Besetzung des Orchesters und lotete die akustischen Möglichkeiten aus.

„Wir versprechen uns von dem Event sehr viel“, zogen Dombrink und Lange zufrieden Bilanz. ,,Wir haben jetzt Zeit, alles in Ruhe zu überlegen. Wann hat es so etwas Spezielles in Rodgau schon einmal gegeben?“ Als Aufführungstermin haben die Organisatoren den Sommer 2012 angepeilt.

Voraus ging der holperigen Erkundungsfahrt ein Frühstück mit den Mitarbeitern der Baustoffwerke. Diese verbindet mit dem Förderkreis eine enge Freundschaft. Sie findet unter anderem im Sponsoring des Förderkreis-Jahrestreffens am Scholzekreuz nahe dem Betrieb Ausdruck. Hans-Jürgen Lange sagte mit dem Frühstück und den dabei verzehrten Scholze-Kringeln der Metzgerei Siegler Danke für diese großzügige Unterstützung.

Quelle: op-online.de

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