Rainer Zoll gibt Ständchen für Rodgauer Senioren

Musik schafft Freude

Rainer Zoll hat seinen Garten als Tonstudio entdeckt.
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Rainer Zoll hat seinen Garten als Tonstudio entdeckt. Freiluftkonzerte gibt der Vollblutmusiker auch vor Seniorenwohnheimen. Er musiziert honorarfrei, um den Bewohnern Glücksmomente zu schenken.

In Zeiten der Kontaktbeschränkungen machen liebevolle Geschenke doppelt Freude. Rainer Zoll hat sich eine ganz besonders klangvolle Idee einfallen lassen. Seiner musikalischen Leidenschaft frönend, spielt der Jügesheimer während der Pandemie vor dem Weiskircher Seniorendomizil Julia. Das macht ihm und vor allem seinem Publikum so große Freude, dass er den Aktionsradius seiner ehrenamtlichen Konzerte ausbauen möchte.

Jügesheim – „Ich bin noch rüstig“, sagt Rainer Zoll stolz, und benennt die Musik als seine Kraftquelle. Seine Freizeitbeschäftigung erfüllt den gebürtigen Offenbacher seit seiner Jugend. Damals ermunterte ihn sein Bruder zum Spiel auf der Klarinette. Heute greift Rainer Zoll noch zu einem zweiten Instrument, dem Saxophon.

Vor 50 Jahren kehrte der Hobbymusiker seiner Heimatstadt Offenbach den Rücken und schlug seine Zelte in Jügesheim auf. Bis heute nutzt er seinen parkähnlichen Garten im Alten Weg als Resonanzraum. „Da hören die Nachbarn gerne zu“, freut er sich über den Zuspruch von außen.

Zuspruch gibt es ebenfalls für seine Auftritte bei seinem Heimatverein JSK. Dort begann er vor 25 Jahren unter dem sehr geschätzten Dirigenten Paul Wolf im Blasorchester. Im Lauf der Jahre erweiterte er sein Repertoire. So gibt Rainer Zoll heute Rock‘n‘Roll-, Swing- und Jazzstücke zum Besten. Die beiden letztgenannten Genres pflegt er als Duo in der Formation Swing and talk.

Aktuell macht der Wahl-Jügesheimer mit seinem Können andere Menschen glücklich. Vor der Weiskircher Seniorenresidenz bläst er Evergreens aus vergangenen Epochen. Dann öffnen sich die Fenster und der Applaus des Auditoriums ist ihm sicher.

Die Zeit der Gastkonzerte im nördlichen Stadtteil begann vor wenigen Jahren, als Rainer Zoll mit einer der Mitarbeiterinnen ins Gespräch kam. So ist das Haus Julia bis heute seine bevorzugte Bühne.

Weitere Auftritte vor anderen Einrichtungen kann er sich gut vorstellen: „Ich bin bereit, für andere Menschen ein kleines Konzert zu geben, auch ohne Honorar“, hebt er den zwischenmenschlichen Charakter seiner Aktivitäten hervor. (pul)

Terminabsprachen unter der Rufnummer 06106 14888.  

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