Musik und Theater feiern Aufbruch der Natur

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Symphonische Blasmusik und Kamelienblüte gehören im Pflanzenzentrum Fischer untrennbar zusammen.

Rodgau - Im Pflanzenzentrum Fischer stehen gleich zwei Großereignisse bevor: Theater mit dem Impuls Kulturverein und die Kamelienkonzerte. Redaktionsleiter Bernhard Pelka sprach mit den Inhabern der Gärtnerei, Bernd und Ralf Fischer, über ihr kulturelles Engagement.

Konzerte und Theater zwischen herrlichen Blüten: ist das ausbaufähig?

Aufgrund unserer großen treuen Besuchergemeinde wäre es sicher noch ausbaufähig.

Wohin geht die Reise?

Bernd Fischer

Die Veranstaltungswoche soll etwas Besonderes bleiben, worauf sich Besucher, Mitwirkende, aber auch unsere Familie und Mitarbeiter das ganze Jahr freuen können. Es wird technische Veränderungen geben. So haben wir dieses Jahr eine Beschallungsanlage, damit die Besucher die Schauspieler auch in den hinteren Reihen besser verstehen können. Sowohl die Leistungen der Musiker und Musikerinnen mit ihrem Dirigent, die Moderation von Herrn Karnbach als auch die Theaterleute unter Leitung von Frau Garlt mit dem Impuls Kulturverein bieten eine hohe Qualität. Auf diesem Niveau möchten wir weiter arbeiten. Unser Kulturfrühling wird aber immer auf die eine Woche begrenzt bleiben.

Warum Kulturfrühling und nicht Kultursommer?

Wir wollen den Aufbruch der Natur festlich feiern. Kaum ein anderer Beruf ist so stark mit den Jahreszeiten verbunden wie der unsere. Und hier ist der Frühling wohl die bedeutendste. Die Pflanzen für den Sommer werden gesetzt, es beginnt zu wachsen und zu sprießen. Das ist ein neuer Anfang. Und der muss doch gefeiert werden! Wenn dies mit unseren Veranstaltungen über die Stadtgrenzen hinaus gelingt, sind wir sehr zufrieden.

Kamelien vor dem Frühlingsanfang

Kamelien vor dem Frühlingsanfang

Wie sehr beeinflussen die Veranstaltungen den Gärtnereibetrieb?

Sehr! Mit Auf- und Abbauzeit gerechnet sind es gut vier Wochen. Allein für die Dekoration und Vorbereitung wird viel Arbeitszeit benötigt. In dieser Zeit kann im Anzuchtbereich nur eingeschränkt gearbeitet werden. Im eigentlichen Veranstaltungsraum laufen normalerweise viele Arbeitsgänge ab, hier wird die ganze Fläche leer geräumt und dekoriert. Auch sämtliche Transportwege in den Gewächshäusern müssen frei gehalten und geschmückt werden, sodass auch hier nur eingeschränktes Arbeiten möglich ist.

Was bringen Ihnen die Veranstaltungen außer Ansehen und das gute Gefühl, etwas für die Kunst zu tun?

Ralf Fischer

Die Veranstaltung macht uns jedes Jahr aufs Neue Freude. Den Gästen und Besuchern im festlichen Rahmen zu begegnen, ist eine schöne Erfahrung. Mindestens genauso wichtig ist aber das gute Zusammenspiel mit allen Beteiligten bis hin zur positiven Begleitung durch die Stadtverwaltung. Dieses Gesamterlebnis möchten wir nicht vermissen.

Aber finanziell muss doch auch etwas hängen bleiben.

Wir hoffen schon, dass diese besonderen Aktivitäten in unseren Treibhäusern eine gute Werbung für unseren Betrieb sind. Bei der Entscheidung für dieses Konzept hat das aber keine Rolle gespielt.

Manche Studien behaupten, Musik sei Pflanzen förderlich. Sieht das der Gärtnermeister genauso oder eher nüchtern nach dem Motto: alles esotherischer Humbug?

Nein. Wir haben schon den Eindruck, dass unsere Pflanzen an den Veranstaltungstagen besonders strahlen. Eine gewisse emotionale Komponente von Pflanzen ist doch nicht zu leugnen. Es ist erwiesen, dass Pflanzen auf Schallwellen und Berührung reagieren. Ja sogar auf unterschiedliche Musik reagieren sie verschieden.

Quelle: op-online.de

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