Ein musikalisches Erlebnis

+
Allen Grund zur Freude hatte Dirigent Jürgen K. Groh am Ende des Festkonzertes: Er durfte sich nicht nur über einen gelungenen Auftritt, sondern auch über den Titel Musikdirektor freuen.

Nieder-Roden ‐ Das weihnachtliche Festkonzert des Musikvereins Nieder-Roden war ein musikalisches Erlebnis. Die Besucher genossen die Uraufführung eines Werkes des Komponisten Jens Joneleit, dem Kulturpreisträger 2010 der Stadt Rodgau. Von Andreas Pulwey

Es gehört schon lange zum festen Bestandteil des Rodgauer Kulturkalenders, das Festkonzert des Musikvereins Nieder-Roden am Abend des ersten Weihnachtsfeiertags. In diesem Jahr präsentierte der Verein ein ganz besonderes Highlight, das seine musikalischen Wurzeln in Nieder-Roden hat: Die Uraufführung von Jens Joneleits „Alleweil“ - eine Komposition, das der Rodgauer Kulturpreisträger für sinfonische Blasorchester geschrieben und gezielt auf das Konzertorchester des MV zugeschnitten hat. Der in Berlin lebende Ex-Nieder-Röder trat bei der Premiere selbst ans Dirigentenpult.

Zum Motto des Konzertabends - „Originale zeitgenössischer Komponisten“ - passte das Joneleit-Stück ganz hervorragend, zeigte das Konzertorchester doch, dass auch Werke noch lebender Künstler Anklang im Publikum finden.

Neben „Alleweil“ spielte das Vorzeigeorchester der Nieder-Röder unter der Leitung von Jürgen K. Groh Werke weiterer zeitgenössischer Komponisten wie Philip Sparke, Steven Reineke sowie Robert W. Smith, und schloss mit der „Westside Story“ des 1990 verstorbenen Leonard Bernstein.

In seinen Bann zog das Jugendorchester unter der Leitung von Steffen Reichenbach das Publikum. Die 30 Jugendlichen schufen zu Beginn einen Paukenschlag mit Robert Sheldons „Swords of Stavanger“ und brachten danach zartere Töne ins nahezu voll besetzte Bürgerhaus, als Tanja Eberlein ihr Blasinstrument gegen das Mikro tauschte und ihr Können als Gesangssolistin bei „The world is not enough“, der Titelmelodie der James-Bond-Verfilmung, zeigte.

Begonnen hatte der Abend mit dem Flötenorchester (Dirigentin Sarah Schütt und Dirigent Sebastian Schubert) und Händels „Feuerwerksmusik“ sowie dem Auftritt des Quartetts „La Flute“.

Quelle: op-online.de

Kommentare