Ungewöhnlicher Gast im Garten

Mysteriöser Vogel ist eine China-Wachtel

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Wie kommt die Wachtel in Nachbars Garten?

Rodgau - Unser Bericht über den rätselhaften Vogel in einem Jügesheimer Garten schießt den Vogel ab. Knapp 2000 Leser haben den Artikel auf op-online.de angeklickt, und gestern stand das Telefon in der Redaktion nicht mehr still.

Nach sehr vielen Anrufen kristallisiert sich heraus: es ist eine chinesische Zwergwachtel. Leser Ulf Dahlen hatte uns das Foto neben eingeschickt mit der Frage: Was sitzt denn da in Nachbars Garten? Geflügelzüchter Albert Ripper aus Dudenhofen sagt: „Das ist eine chinesische Zwergwachtel. Die habe ich auch mal gezüchtet. Das Besondere an den Tieren ist, dass sie beim Abflug senkrecht in die Höhe starten. Die gibt’s in Silber, Naturfarben und Weiß.“ Züchter-Kollege Andreas Kemmerer (Steinheim) pflichtet ihm bei. „Ich habe von denen ein Pärchen zuhause und habe schon Junge gezüchtet.“ Hobbyzüchter Ahmed Messaoudi aus Mühlheim ist derselben Meinung. „Ich bin ganz sicher.“

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Tierliebhaberin Brigitte Müller (ebenfalls Mühlheim) tippt auf eine Japanische Legewachtel. „Ich hab im Internet nachgesehen. Davon gibt es Albinos ohne rote Augen.“ Auch Alexander Abel vom Farb- und Gestaltkanarienzuchtverein Rodgau interessiert die Frage. „Das ist eine chinesische Zwergwachtel, eindeutig.“ Ruth Sebert (Offenbach) spekulierte, es müsse sich um eine Baby-Wachtel handeln. Waltraud Welzheimer ist sicher: „Die muss aus einer Zucht ausgebüchst sein.“ „Das ist eine Legewachtel, hundertprozentig“, sagt Geflügelzüchter Gottfried Ernst (Weiskirchen). Der Ziervogel sei auch als japanische oder chinesische Wachtel bekannt. „Es gibt viele, die halten sich zwei oder drei davon. Sie haben den Vorteil, dass sie auch gut legen. Angeblich sind Wachteleier besonders gesund.“

Der erfahrene Züchter warnt davor, die zugeflogene Wachtel einfach in einen Käfig mit Artgenossen zu setzen: „Dann wird sie von den anderen totgepickt.“ Bei Wachteln sei die Rangordnung stärker als bei anderem Federvieh. Die beste Lösung sieht Gottfried Ernst darin, die Wachtel mehrere Wochen lang in einen separaten Käfig neben andere Wachteln zu setzen, damit sich die Tiere aneinander gewöhnen können. Nur unter Kontrolle sollte man die neue Wachtel mit den anderen zusammenbringen: „Sie wird am Anfang auf jeden Fall gejagt, sie ist ja ein fremdes Tier.“ Falls es zu Angriffen mit dem Schnabel kommt, müssten die Tiere noch einmal getrennt werden.

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bp / eh

Quelle: op-online.de

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