Familie mit Besonderheit

Rodgaus erste Zwillinge des Jahres: Nachwuchs im Doppelpack

Die Eltern Andreas und Nadine mit ihren Kindern Lotte und Leo sowie den Zwillingen Jona und Paula, links Opa Seppi
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Haben Brüderchen Jona und Schwesterchen Paula ja soooo lieb: Lotte (links) und Leo Schiffer (rechts) mit den Eltern Andreas und Nadine. Links Großvater Seppi Jäger.

Zum ersten Mal im Jahr 2021 wurden in Rodgau Zwillinge geboren. Die Familie aus dem Stadtteil Jügesheim ist noch aus anderem Grund besonders.

Rodgau – Mit den Zwillingen Paula und Jona kommt nun neues Leben ins Haus Lessingstraße 33, das die Eltern Nadine und Andreas Schiffer gemeinsam mit Andreas Schiffers Großeltern, Luzia (80) und Seppi Jäger (84), bewohnen. 2011 hatte das Ehepaar das Haus übernommen und dann in Eigenleistung bis unters Dach kräftig ausgebaut. Zum Glück: Denn nach den Kindern Lotte (5) und Leo (4) war zwar weiterer Nachwuchs erwünscht. „Aber die Zwillinge waren dann doch eine große Überraschung für uns“, sagt Nadine Schiffer strahlend.

Am 7. Januar kam Paula um 0.47 Uhr zur Welt, Brüderchen Jona wenig später um 1.14 Uhr – 2 615 und 2 610 Gramm leicht. Geburtsort war quasi der Arbeitsplatz von Nadine Schiffer. Denn die junge Mutter verdient ihr Geld als Kinderkrankenschwester am Klinikum Hanau.

Nicht nur Eltern und Großeltern sind über die nächste Generation, die nun im Hause Schiffer / Jäger heranwächst, überglücklich. Auch die Geschwister Lotte und Leo sind schon ganz vernarrt in die Zwillinge.

Schon als sich deren Geburt ankündigte, hieß es: umplanen. „Aus dem Wohnwagen, für den wir gespart hatten, wird nun nichts. Stattdessen haben wir einen großen Bus angeschafft“, erzählt Andreas Schiffer. Klar: Irgendwie muss die Familie ja mobil bleiben. Da heißt es: Prioritäten setzen.

Auch Opa Seppi ist stolz wie Oscar. Seine Luzia und er haben mit Paula und Jona nun sechs Urenkel, sieben Enkel und vier Töchter. Einst hatte der 84-Jährige 14 Geschwister, die aus der Ehe der Eltern Heinrich und Katharina Jäger hervorgegangen waren. „Jetzt bin ich der Letzte“, sagt der Senior nachdenklich.

Seine Brüdern und Schwestern lebten in Jügesheim, Ober-Roden und Nieder-Roden. Zwei Schwestern, die nach dem Krieg US-Soldaten geheiratet hatten, verschlug es sogar nach Kalifornien und New-York. Einer seiner Brüder fiel im Krieg, der andere gilt als vermisst.

Groß war nicht nur die Familie Jäger, sondern groß war immer auch ihr Zusammenhalt. Zehn Häuser haben sie gemeinsam gebaut. Mit Seppi als Chef. Kein Wunder: Er ist gelernter Maurer. (Bernhard Pelka)

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