Natur erobert sich Weg an der Rodau zurück

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Horst Herold kommt kaum aus dem Garten heraus: Alles ist mit Brennnesseln zugewuchert.

Jügesheim (eh) - „Wozu haben wir eigentlich ein Gartentor?“ Das fragen sich Anwohner der Vordergasse, deren Gärten fast bis zur Rodau reichen. Der Trampelpfad am Bach ist mit üppigem Grün zugewuchert.

„An der Rodau wächst das Unkraut so hoch, dass wir nicht mehr aus dem Garten herauskommen“, ärgert sich Elisabeth Herold, eine der Betroffenen. „Da ist dieses Jahr noch nicht einmal gemäht worden. Die Brennnesseln wachsen bis in unseren Garten.“ Ehemann Horst meint dazu: „Es sieht bitterböse aus. Wir können froh sein, dass hier noch keine Ratten sind.“

Der zugewachsene Uferstreifen ist 260 Meter lang. Er erstreckt sich von der Eisenbahnstraße bis zur Konrad-Kappler-Straße. Der Trampelpfad war viele Jahre lang eine innerörtliche Querverbindung für Fußgänger. Wer ihn jetzt benutzen will, braucht lange Hosen und stabiles Schuhwerk. Immerhin muss man dort zurzeit keine „Tretminen“ fürchten, denn auch Hunde trauen sich nicht hin.

Die Stadt ist Pressesprecherin Sabine Fischer zufolge für diesen Trampelpfad nicht zuständig, sondern nur für den offiziellen Weg auf der anderen Seite der Rodau. Früher sei der Trampelpfad ab und zu freiwillig vom städtischen Bachwart gepflegt worden. Diesen Posten gebe es aber nicht mehr. Der Bauhof habe den Pfad nicht in seinem Pflegeplan.

Quelle: op-online.de

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