Neubau an der Breubergstraße

Kleinkinder-Kita startet im September

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Neben der katholischen Kindertagesstätte Otzbergstraße in Nieder-Roden baut die Stadt eine eigene Kita für die Kleinsten.

Nieder-Roden - Der Engpass an Betreuungsplätzen für Kleinkinder unter drei Jahren soll im Herbst behoben sein. Die Kindertagesstätte Breubergstraße geht voraussichtlich im September in Betrieb.

Während in den Räumen der Estrich verlegt wird, laufen bereits die ersten Einstellungsgespräche mit Erzieherinnen. „Achtung, spielende Kinder“, warnt ein gelbes Schild am Gehweg, der um die neue Kindertagesstätte herumführt. Noch ist dort aber eine Baustelle. Mineralwolle und Dämmplatten für die Fassade liegen bereit, eine Maschine mischt Estrich für die Fußböden. Die technischen Installationen sind weitgehend fertig, nun sind Böden, Decken, Türen und Schreinerarbeiten an der Reihe. „Der Plan ist, dass das Haus bis Ende August fertig werden und im September bezogen werden soll“, sagt Laura Klein von der Pressestelle der Stadtverwaltung: „Wir gehen davon aus, dass wir das auch schaffen.“

Die Personalsuche läuft, die ersten Einstellungsgesprächs sind geführt. Die pädagogischen Fachkräfte werden üblicherweise schon einige Wochen vor dem Start eingestellt, um als Team Vorbereitungen treffen zu können. Etwa zehn Vollzeitstellen werden benötigt. Das Team wird größer, wenn die Stadt auch Teilzeitkräfte einstellt. Der Neubau in Sichtweite der S-Bahn-Station bietet Platz für drei Gruppen mit je zwölf Kindern unter drei Jahren (U 3). Die Gruppenräume reihen sich im Erdgeschoss leicht versetzt aneinander. In der Etage darüber werden Personalräume, Elternsprechzimmer, Lager und Haustechnik untergebracht. Die Bauweise mit zurückgesetztem Obergeschoss und nur leicht geneigten Dächern erinnert entfernt an Häuser in der Toskana.

Klagen auf den Kita-Platz - aber wie?

Auf dem 1354 Quadratmeter großen Grundstück bleiben rund 700 Quadratmeter für die Freiflächen. Erst zum Schluss der Bauarbeiten können die Außenanlagen kindgerecht gestaltet werden. Mit der neuen Einrichtung will die Stadt ein bedarfsgerechtes Angebot in der U3-Betreuung sichern. Darunter versteht man bundesweit Plätze für 35 Prozent der Kinder in diesem Alter. Die Erfahrung in Rodgau zeigte aber schon vor zwei Jahren, dass der Bedarf bei mehr als 50 Prozent liegt. In Nieder-Roden ist die Nachfrage besonders hoch. Der Kita-Bedarfsplan 2015/16 bezifferte den zusätzlichen Bedarf im Stadtteil auf 50 Plätze. Ein neuer Plan ist zurzeit in Arbeit.

Nach Berechnung der Stadt stehen in Rodgau ab September 412 U3-Plätze zur Verfügung; 409 wären laut 35-Prozent-Regel notwendig. Stadt-Pressesprecherin Sabine Fischer: „Aus heutiger Sicht ist damit die Warteliste abgearbeitet, aber das kann sich jederzeit ändern.“ In den Neubau an der Breubergstraße investiert die Stadt rund zwei Millionen Euro. 480.000 Euro davon kommen aus einem Bundesprogramm zum Ausbau der U3-Betreuung. Für Kita-Personal gibt die Stadt Rodgau jährlich rund zehn Millionen Euro aus. Die Stadt übertreffe den gesetzlich vorgeschriebenen Personalschlüssel regelmäßig um 15 Prozent, sagte Sozialdezernent Michael Schüßler beim ersten Spatenstich an der Breubergstraße im Sommer letzten Jahres. (eh)

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Quelle: op-online.de

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