Gedankenspiel um Neubaugebiete

Platz für mehr als 3 000 Neubürger

Rodgau - In Rodgau dreht sich zurzeit ein Ballett der Baukräne. In fast allen Stadtteilen entstehen neue Wohnquartiere. Meist für junge Familien mit gutem Einkommen. Damit dies so bleibt, möchte die SPD drei neue Siedlungsflächen erschließen.

Die SPD hat parteiintern die Weichen für die Stadtentwicklung der nächsten Jahre gestellt. Das etwa 44 Hektar große Gebiet zwischen Südtrasse Hainhausen und Altem Weg Jügesheim solle in Teilabschnitten als Neubaugebiet für 3000 Menschen erschlossen werden. Als zweite neue Siedlungsfläche definieren die Genossen das Gelände westlich und südlich Claus-von-Stauffenberg-Schule bis nach Nieder-Roden. Eine Bebauung bis an die Rodgau-Ring-Straße sei allerdings nicht vorgesehen. Es solle einen Grünstreifen in Richtung der Straße geben, und auch das direkt nebenan gelegene Gelände der Farnebüsch soll nicht bebaut werden.

Drittens spricht sich die SPD für die Entwicklung des Gebiets südlich und westlich des Krümmlingswegs in Nieder-Roden aus. Die Entwicklung neuer Wohnbauflächen in dieser Größenordnung begründet die Partei in einer Presseerklärung mit dem enormen Siedlungsdruck in der Rhein-Main-Region.

Fraktionschef Ralf Kunert: „Insbesondere aus strukturschwachen Regionen zieht es immer mehr Menschen zu uns. Großstädte wie Frankfurt oder Darmstadt können diesen Zustrom nicht alleine auffangen, auch die Region wird sich weiterentwickeln müssen.“ Die Schaffung neuen und erschwinglichen Wohnraums sei daher eine Kernaufgabe sozialdemokratischer Kommunalpolitik, sagt auch der SPD-Vorsitzende Jürgen Kaiser. „Bei der Ausgestaltung der Baugebiete werden wir deshalb dafür sorgen, dass nicht nur Ein- und Zweifamilienhäuser entstehen, sondern auch mehrgeschossiger Mietwohnungsbau.“

Die SPD will bezahlbaren Wohnraum schaffen für Familien, Paare und Singles mit mittleren Einkommen, aber auch Projekte des staatlich geförderten Wohnungsbaus angehen. Mit im Boot sitzen solle – wie schon seither – die Hessische Landgesellschaft (HLG). Sie betreibt Bodenbevorratung und realisiert bereits Baugebiete im Auftrag der Kommune. Dies wirke sich dämpfend auf die Grundstückspreise aus.

Neben neuer Wohnbebauung sieht das Stadtentwicklungskonzept der SPD auch Investitionen in die Naherholung vor. So soll das Gelände rund um den Jügesheimer Wasserturm inklusive der Minigolfanlage neu gestaltet werden. Der Verein „Freunde des Wasserturms“ biete sich als Partner an. Außerdem wollen die Sozialdemokraten das Gelände rund um den Badesee „schrittweise und behutsam weiterentwickeln“ und dort Angebote übers ganze Jahr machen. Das solle geschehen, „ohne den liebgewonnen Charakter der Anlage grundlegend zu verändern“.

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(bp)

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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