Neubaupläne nehmen Formen an

Hospiz am Wasserturm: Spatenstich im Frühjahr 2019

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Der L-förmige Baukörper des Hospizes ist nach Süden und Westen hin geöffnet und beherbergt dort die zwölf Gästezimmer sowie ein Angehörigenzimmer.

Rodgau - Seit Anfang dieser Woche ist die Hospizstiftung Rotary Rodgau Eigentümer des Grundstücks am Jügesheimer Wasserturm, auf dem das Hospiz errichtet werden soll. Das 4000 Quadratmeter große Gelände hat inzwischen Baureife erlangt. Der Bebauungsplan ist rechtskräftig.

Bis zum Jahresende könnte die Baugenehmigung stehen. Der Spatenstich ist für das Frühjahr 2019 geplant. Nachdem der Bebauungsplan Rechtskraft erlangt hat, nehmen die Pläne, nach denen die Hospizstiftung das stationäre Hospiz am Wasserturm bauen möchte, immer konkretere Formen an. Der L- förmige Baukörper ist nach Süden und Westen hin geöffnet und beherbergt dort die zwölf Gästezimmer sowie ein Angehörigenzimmer. Die Technikräume, der Eingang und die Leitungsräume sind der Straße zugewandt, der Raum der Stille, die Arbeitsräume nach Osten hin ausgerichtet.

Hier sollen im nächsten Jahr die Bagger rollen: die bereits abgesperrte Baustelle für das Hospiz am Wasserturm.

Was auffällt, ist die Größe der Zimmer. Sie sind alle so eingerichtet, dass die Patienten bei Bedarf ein zweites Bett für Angehörige im Zimmer unterbringen können. Sämtliche Gästezimmer sind mit einer eigenen Nasszelle ausgestattet. Eine kleine Sitzecke rundet die Einrichtung ab. Dass alle Räume barrierefrei gebaut werden, versteht sich von selbst. Die zwei äußeren Zimmer sind darüber hinaus rollstuhlgerecht ausgebaut.

Alle Zimmer haben über eine bodentiefe Glasfront Ausblick in den Garten, der über eine Türöffnung, zunächst über die eigene Terrasse zu begehen ist. Die Doppeltür ist breit genug, um auch im Bett ebenerdig an die frische Luft gefahren zu werden. Der Garten ist vor unbeabsichtigter Einsicht geschützt und unverbaubar.

Die zwei zu einem L geformten Gebäudeschenkel treffen sich gegenüber dem Eingang und münden dort in einen großen Wohngemeinschaftsraum. Dort schließt sich die Küche an, die durch ihr offenes Gestaltungskonzept die Kommunikation zwischen Personal, Gästen und Angehörigen beim gemeinsamen Kochen fördern soll.

Der Betreiber, die Mission Leben, hatte bereits im Vorfeld deutlich gemacht, dass sie die enge Zusammenarbeit mit den ambulanten Palliativ- und Hospizgruppen wünscht. Deshalb wird im Bauplan auch neben dem Dienstzimmer und einem Gruppenraum für Seminare ein eigenes Büro für das Ehrenamt eingerichtet, wo die ambulanten Kräfte nach Bedarf ungestört ihrer Arbeit nachgehen können.

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Außerdem gibt es die notwendigen Umkleideräume mit eigenen Mitarbeiterschränken. Nach Osten ausgerichtet befindet sich der Raum der Stille. Dort können Gäste und Angehörige Ruhe und Kraft tanken und abschalten. Wer derzeit in das Architekturbüro von Norbert Beck (Rodgau-Planungs-Team) kommt, sieht bereits eine Vielzahl von Entwurfsplänen an den Wänden hängen.

Die Vorgespräche mit den Genehmigungsbehörden sind weitgehend abgeschlossen. Eine lange Liste musste dazu abgearbeitet werden. Statiker, Brandschutz, Katastrophenschutz, Gesundheitsamt, Lebensmittelüberwachung, Denkmalschutz, Kostenträger, Forstbehörde, unterer Naturschutz und viele weitere Behörden mussten konsultiert werden, um deren Wünsche und Vorgaben berücksichtigen zu können. Die Maingau Energie hat zugesagt, dass sie sich um den Gasanschluss kümmert. Die Fachplaner sitzen aktuell an den Details. (bp)

Quelle: op-online.de

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