Neue Ampel für Spargelkreuzung

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Rechtsabbieger in die Mainzer Straße müssen Rücksicht nehmen: Auch die Fußgängerampel zeigt „Grün“.

Rodgau (eh) ‐ Die beiden Kreuzungen der Rodgau-Ringstraße mit der Mainzer Straße und dem Alten Weg sollen in absehbarer Zeit umgebaut werden. Auch künftig regeln Ampeln den Verkehr. Eine verbesserte Ampelsteuerung soll vermeiden, dass ein einzelner Spargelkäufer den Durchgangsverkehr auf der Rodgau-Ringstraße lahm legt.

Die vor einigen Jahren diskutierten Verkehrskreisel werden nicht gebaut. Die Stadt verabschiedet sich auch von der Idee einer Rechtsabbiegespur von Nieder-Roden nach Dudenhofen. Dadurch sollte die Überquerung der Mainzer Straße für Fußgänger sicherer werden. Bisher haben Rechtsabbieger gleichzeitig mit den Fußgängern „Grün“ und müssen den schwächeren Verkehrsteilnehmern den Vortritt lassen. Die separate Abbiegespur auf der Rodgau-Ringstraße hätte eine andere Ampelschaltung möglich gemacht: Bei Fußgänger-Grün hätten abbiegende Autofahrer dann an der roten Ampel warten müssen.

Der Preis für den angestrebten Sicherheitsgewinn wäre nach Ansicht des Ingenieurbüros Habermehl und Follmann (Jügesheim) zu hoch gewesen. Längere Wartezeiten an der Fußgängerampel hätten womöglich dazu geführt, dass Fußgänger noch öfter bei „Rot“ die Mainzer Straße überquert hätten.

Die Folgen für den Verkehr auf der Rodgau-Ringstraße: Die Rückstaus hätten morgens bis zur Chemnitzer Straße und abends bis zur Kreisquerverbindung gereicht.

Die Verkehrsplaner aus Jügesheim listeten noch weitere Nachteile einer zusätzlichen Rechtsabbiegerspur auf: mehr Flächenverbrauch und höhere Baukosten. Außerdem hätten die Scharen der Badesee-Besucher im Sommer eine breitere Rodgau-Ringstraße überqueren müssen.

Diese Argumente überzeugten sowohl den Magistrat als auch die Stadtverordneten in den Ausschüssen für Verkehr und Finanzen. Die Zustimmung des Stadtparlaments am 17. Mai gilt als sicher.

Bereits im Mai 2007 hatte das Parlament den Ausbau beider Kreuzungen beschlossen. Seither schiebt die Stadt 330 000 Euro für die Baukosten vor sich her. Sie erwartet rund 60 000 Euro an Landeszuschüssen. Der Umbau darf aber erst beginnen, wenn das Geld schriftlich zugesagt ist.

Zwei Jahre lang lag das Bauvorhaben im Magistrat. Im September 2007 stellten Habermehl und Follmann die Planungsvarianten mit und ohne Rechtsabbiegespur vor. Im September 2009 folgte der Magistrat dieser Empfehlung. Nun, fast acht Monate später, ist das Votum der Stadtverordneten gefragt. Die lange Bearbeitungszeit begründete die Stadtverwaltung gestern mit zwei kurzen Sätzen: „Die Maßnahme musste aus finanztechnischen Gründen erneut geprüft werden. In Folge wurde eine planerische Änderung des Bauvorhabens notwendig.“

Auf den Zuschussbescheid aus Wiesbaden, den das Amt für Straßen- und Verkehrswesen bereits im Februar 2009 in Aussicht stellte, wartet die Stadt noch heute.

Quelle: op-online.de

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