Neue Chefs im „Haus Elfriede“

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Gisela Albrecht (im Hintergrund, stehend) und ihr Ehemann Udo (am Tisch kniend) haben das „Haus Elfriede“ übernommen. Das Alten- und Pflegeheim war seit 2001 von Elfriede Sulewski (nicht im Bild) geleitet worden. Nun führen die Albrechts Regie.

Rodgau (bp) - Das „Haus Elfriede“ an der Lahnstraße in Rollwald hat neue Besitzer. Gisela (53) und Udo (50) Albrecht haben das Alten- und Pflegeheim übernommen. Bei einem Tag der offenen Tür am Sonntag, 24. Juli, stellen sich die neuen Betreiber der Öffentlichkeit vor.

Beginn ist um 11 Uhr mit einem Gottesdienst. Diesen leitet Udo Albrecht selbst. Er ist Laienprediger in der evangelischen Kirche. Um 12 Uhr folgt im Festzelt das Mittagessen mit Frischem vom Grill. Nach den Festreden unterhält Hans Harald, der fröhliche Hesse, mit bekannten Schlagern und Späßen die Besucher. Info-Stände rund um die Gesundheit - etwa von der Gartenstadt-Apotheke - eine Hausbesichtigung, ein Luftballonweitflugwettbewerb und Kinderschminken gehören ebenfalls zum Programm. Auch eine reichhaltige Kuchentafel fehlt nicht.

Erläutert wird während der Runde durch das 31-Betten-Haus zum Beispiel die neu installierte Personen-Senderanlage. Sie dient der Betreuung älterer Menschen, die an Demenz leiden und die zum Weglaufen neigen.

Diese Heimbewohner tragen am Handgelenk einen Sender wie eine Uhr. Dieser Sender löst an den Hausausgängen automatisch ein Signal aus, das die Pflegekräfte empfangen. Das Personal widmet sich dann dem Heimbewohner, der nach draußen ging, begleitet ihn zum Beispiel ein kleines Stück und überzeugt ihn mit Argumenten, zurück zu kehren.

Nur acht Pflegeeinrichtungen in Stadt und Kreis sind mit einer solchen Anlage ausgestattet, die der Sicherheit und besseren Betreuung dementer Bewohner dient. Bei der jüngsten Prüfung durch den medizinischen Dienst der Krankenkassen erzielte das „Haus Elfriede“ die Qualitätsnote 1,0.

Das Ehepaar Albrecht stammt aus Malberg im Westerwald und hat als Hauswirtschaftsleitung und Heimleitung bei großen Trägern von Pflegeheimen in den zurückliegenden Jahren viel Erfahrung gesammelt. Gisela Albrecht leitete überdies lange Jahre in Bayern eine Pension. Udo Albrecht ist von Haus aus Betriebs- und Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen und war zuletzt als Heimleiter in der stationären Altenpflege tätig.

„Bei den großen Trägern kann man seine persönlichen Ziele aber nur sehr schwer realisieren. Deshalb haben wir uns ganz bewusst ein überschaubares Haus gesucht und den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Hier können wir eigenständig handeln und haben kurze Entscheidungswege“, erläutert der Pflege-Profi seine Motive.

Um die Wohn- und Betreuungsqualität im familiär ausgerichteten „Haus Elfriede“ noch zu steigern, reduzierten die Albrechts die Zahl der Betten von 34 auf 31. Überdies wurden die Personen-Senderanlage installiert und für die Betreuung dementer Menschen speziell geschultes Personal eingestellt. Dies ermöglicht nun den Aufbau einer gefestigten Tagesstruktur mit abgestimmten Programmen. Was sich noch im neu geführten „Haus Elfriede“ getan hat, können Interessenten am 24. Juli aus eigener Anschauung erleben.

Quelle: op-online.de

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