Neue Ideen für die Kerb

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Großes Hallo gab’s im Festzelt, als Bürgermeister Jürgen Hoffmann (links) das Kerbpärchen taufte. Die Gäste hatten sich mit großer Mehrheit für die Namen „Josef und Josefa“ entschieden.

Nieder-Roden (pep) - Buntes Kerbtreiben herrscht seit Freitag an der Kirche St. Matthias. Bereits zur Eröffnung fanden sich viele Besucher im Festzelt ein, um den Bieranstich aus sicherer Entfernung zu beobachten, das Tanzbein zu schwingen und dem Bühnenprogramm zu folgen.

Kerbvadder Günther Keller ließ es sich bei seinem Kerbspruch nicht nehmen, sich die Ereignisse der letzten Zeit von der Seele zu reden. So blieben das Ärztehaus, die Schließung der Anlaufstelle, die Gebührenerhöhungen und andere politische Ereignisse nicht unkommentiert.

Nachwuchs in der Backstube: Bei „Bäckerseppel“ Peter Spahn backten die Kerbburschen und -mädchen lecker-lockere Äppelwoi-Croissants. Das Gebäck verkauften sie dann für einen guten Zweck.

Mit hohem Unterhaltungswert zeigten die Kerbmädels und Kerbburschen ihre Vorbereitung auf den anstehenden Kerb-Wettkampf heute Abend. Gymnastik, hartes Training und militärischer Drill sollen die Gegner das Fürchten lehren. Für Schunkelstimmung und gute Laune sorgte das Duo Vital, nicht zuletzt auch mit dem „Hubschrauber-Lied“, bei dem auch das Publikum mit weißen Tüchern begeistert wedelte. Besonders erfreut war Kerbvorsteher Keller über die Spende der Laienspielgruppe. Deren Vorsitzende Ute Spahn übergab ihm im Namen ihrer „Rotaher“ einen Scheck fürs Heimatmuseum.

Trotz Feierei bis spät in die Nacht fanden sich die Kerbburschen und Mädels am Samstag zu früher Stunde (10 Uhr) in der Backstube von Peter Spahn ein, um für einen guten Zweck zu backen. Den Teig zu schneiden und die Füllung anzurichten war schwieriger als es aussah. Von der Äppelwoifüllung blieb nicht einmal mehr ein letzter Rest. Vorsichtig wurden die Äppelwoi-Croissants zusammengerollt und in den Ofen geschoben.

Am Abend wurde es laut im Festzelt

Riesenstimmung bei der Discoparty.

Viele Familien schlenderten am Samstag über die Kerb. Zwischen Autoscooter, Kinderkarussell und süßen Leckereien funkelten die Augen der Kinder. Bei strahlender Sonne sah man viele Kinder mit Zuckerwatte in der Hand, verliebte Pärchen mit einer am Schießstand geschossenen Rose und den ein oder anderen Vater, der sich beim Autoscooter nicht ganz wohl fühlte. Am Abend wurde es laut im Festzelt vor der Kirche. Hessens mobile Disco sorgte unter dem Motto „Forever young“ mit Musik aus den 70-er bis 90-er Jahren für ordentlich Radau. Etwas ruhiger ging es beim Weinabend in Hof und Scheune von Dieter Mergenthal und Achim Jaeger zu. Bei einem Glas Roten und einer Käseplatte gingen den Besuchern die anregenden Gesprächsthemen nicht aus. Die Gaststätten „Zur Eisenbahn“ und „Zum Engel“ beteiligen sich ebenfalls am Kerbtreiben.

Der Musikverein spielte am Sonntag für die Gäste in der Scheune Mergenthal auf. Auch im Festzelt der Vereine war für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Am späten Nachmittag folgte dann das Jahrgangstreffen, bei dem man sich über fast vergessene Schmankerl aus der Vergangenheit und aktuelle Ereignisse unterhalten konnte.

Impressionen von der Kerb

Buntes Kerbtreiben

Heute Abend duellieren sich Vereine und Gruppen ab 19 Uhr bei „Schlag die Kerb“ in verschiedenen Spielen mit den Kerbburschen im Festzelt. Die Kerb mit ihren Buden und Fahrgeschäften entlang der Ober-Rodener Straße geht noch bis einschließlich Dienstag, dann locken verbilligte Preise zum Familientag.

Quelle: op-online.de

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