Neue Kirche für Rollwald geplant

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Die Pavillons der St.-Matthias-Gemeinde in Rollwald sind schon lange marode, wie Heribert Söllner an einem Fenster demonstriert. Nun gehen die Planungen für den Neubau in die entscheidende Phase.

Rollwald (pul) Die Planung für eine neue Kirche im Rollwald schreitet voran. Pfarrverwaltungsratsmitglied Heribert Söllner strebt einen Baubeginn im Jahr 2012 an. Die Gemeinde wird sich mit 200 000 Euro an den Kosten beteiligen.

„Beide Gebäude sind marode“, betont Heribert Söllner und bröckelt dabei mit der Hand die alte Farbe von den Außenwänden der beiden Pavillons. Während der Gemeinderaum in Rollwald als Einweihungsdatum das Jahr 1985 trägt, steht der Kirchenpavillon schon seit 1971.

Zeit, etwas Neues zu bauen, dachten sich die Verantwortlichen in der Nieder-Röder St.-Matthias-Gemeinde. Schon vor sechs Jahren beratschlagten sie über neue Räume. Offene Türen rannten sie mit ihrem Wunsch beim Bauamt des Bistum Mainz nicht gerade ein, schließlich herrscht auch in den kirchlichen Kassen Ebbe.

Nach zähen Verhandlungen sind nun 800 000 Euro für den Neubau veranschlagt. 600 000 davon kommen aus Mainz.

Mit dem Geld ist ein etwa 100 Quadratmeter großer Kirchenraum für 100 Gläubige geplant. Dazu gehören eine Sakristei, eine Küche, Abstellraum und Foyer.

Geplant ist darüber hinaus ein Gemeindesaal für 40 bis 50 Personen, berichtet Heribert Söllner.

Vieles soll erhalten bleiben

Der Glockenturm soll auf jeden Fall erhalten bleiben, eventuell an anderer Stelle. Auch auf den Altar, die Orgel, die Madonna im Kircheninnern, und auf die bunten Fenster legt der frühere Bauamtsleiter der Stadt Rodgau viel Wert.

Brigitte Lorenz vom Rollwaldkreis freut sich auf den Neubau, der auch eine moderne Küche verspricht. Im Pavillon hängen noch uralte Wasserboiler und Waschbecken.

Stellt sich noch die Frage, wo die restlichen 200 000 Euro für den Bau herkommen sollen. Ein Gremium werde sich mit dieser Frage beschäftigen, berichtet Söllner. Spenden sind schon jetzt erwünscht. Die Kontoverbindung gibt es im Pfarrbüro oder im „Matthiasboten“.

Wie sich die bebaute Fläche verändern wird, darüber entscheidet der am 16. September beginnende Architektenwettbewerb. Das Preisgericht vergibt danach am 21. Oktober den Auftrag gemäß den eingereichten Arbeiten. Vier Rodgauer Architektenbüros sind unter den Bewerbern.

Kurz danach, zwischen Ende Oktober und Anfang November, liegen die Pläne für die Öffentlichkeit aus. Über den genauen Termin will die Gemeinde rechtzeitig informieren.

Quelle: op-online.de

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