Neue Suche nach Kloster Rothaha

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Das neue Buch von Karl Pohl ist gedruckt und wird am Sonntag vorgestellt. Neben den Flurnamen Nieder-Rodens interessiert den Ruheständler der ehemalige Standort des Klosters Rothaha. Das Foto entstand „Auf den neuen Röttern“.

Nieder-Roden - (pul) Die historische Buchreihe des Arbeitskreises für Heimatkunde Nieder-Roden wird erweitert. Karl Pohl stellt am Sonntag, 19. Juli, sein drittes Buch vor. Es befasst sich mit den Flurnamen in Nieder-Roden.

Die dreijährige Vorbereitungszeit führte ihn auf die Spuren des 786 urkundlich erwähnten Klosters Rothaha, nach dem er eine neue Suche starten will.

Termin

- Sein Buch „Die Flurnamen in der Gemarkung Nieder-Roden“ stellt Karl Pohl am Sonntag, 19. Juli, um 14.30 Uhr am Vereinsheim „Vogelhütte“ des Naturschutzbundes bei Rollwald vor.

- Als „Gastredner“ lässt der Heimatverein Simon Reichhuber wieder auferstehen, der 1856 in Nieder-Roden Land vermaß.

Eigene Fotos und Bleistiftzeichnungen hat Karl Pohl in sein neues Werk einfließen lassen. „Die Flurnamen in der Gemarkung Nieder-Roden“ steht als Titel auf dem Umschlag. Die Seiten sind gefüllt mit weit reichenden Informationen wie dem „Entstehen und Vergehen von Flurnamen“, „Flächenmaße im Altertum“ oder dem „Festlegen der Grundstücke“ in vergangener Zeit. Daten aus der ersten Flurvermessung von 1856 sowie eine Karte von 1926 halfen dem Autor das Thema aufzuarbeiten, denn heute seien Flurnamen auf aktuellen Karten häufig falsch wiedergegeben.

Am Sonntag um 14.30 Uhr hält Karl Pohl auf dem Vereinsgelände des Naturschutzbundes das Buch erstmals in Händen. Erst dann wird der Nieder-Röder wissen, wie sein Werk aussieht, denn bisher hat der Arbeitskreis für Heimatkunde alle Arbeiten bezüglich des Drucks in die Hand genommen.

Bereits jetzt vor Augen hat Karl Pohl dagegen den möglichen Standort des ehemaligen Klosters Rothaha. Auch wenn Fachleute wie Prof. Egon Schallmayer vom Landesamt für Denkmalpflege den Standort in Ober-Roden sehen, sieht sich Karl Pohl durch Flurnamen („Auf der Königswiese“ und „Das Seelig“) in seiner Vermutung bestätigt, dass die alten Mauern auf Rollwälder Gebiet liegen. „Mitten auf dem Müllemrad“ oder „Auf den neuen Röttern“ sind für den ehemaligen Bauamtsleiter der Stadt Rödermark mögliche Standorte für die Klosteranlage südlich oder südöstlich des Rollwälder Vereinsgeländes.

Spender sind willkommen und können sich bei Karl Pohl unter Tel: 06106 74256 oder bei Günther Keller vom Arbeitskreis für Heimatkunde unter Tel: 06106 733306 melden.

Um Überreste des Lebens vor mehr als 1000 Jahren zu finden, plant Karl Pohl eine geomagnetische Untersuchung. Dabei werden Unregelmäßigkeiten im geomagnetischen Feld der Erde registriert. So werden Mauerreste erkennbar und sogar sechs Meter tief im Boden gelegene Tonscherben tauchen auf. Zuvor hat Pohl aber noch zwei Hürden zu nehmen: die Genehmigung der Grundstückseigentümer und die Kosten der Untersuchung.

Quelle: op-online.de

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