Neue Wege, Tieren zu helfen

+
Andrea Weyland aus Nieder-Roden kann gut mit Tieren. Sie bietet auch alternative Heilmethoden an.

Rodgau/Rödermark (rob) - Wenn Vierbeiner Probleme machen, gibt es viele Hilfsrezepte. Eine außergewöhnliche Methode für ihr Hundeschule verfolgt Tiertrainerin Andrea Weyland aus Nieder-Roden.

Hunde mit besonderen Ängsten und Verhaltensauffälligkeiten bekommen von ihr eine Bach-Blütenkur verordnet. Die Bach-Blütentherapie wurde in den 1930er Jahren von dem britischen Arzt Edward Bach entwickelt. Er ging davon aus, dass jedes körperliche Leiden auf einer seelischen Gleichgewichtsstörung basiert. Negative Seelenzuständen ordnete er verschiedenen Blüten zu, die den Seelenzustand ins positive umkehren sollten, um dadurch körperliche Leiden zu heilen.

Laut Andrea Weyland sollen nicht die Wirkstoffe der Blüten alleine für Besserung sorgen. Vielmehr wirken sie unterstützend. Der Tierhalter kann sich dann darauf konzentrieren, mit gezieltem Training den Auffälligkeiten entgegen zu wirken. Dazu zählt auch, äußere Einflüsse zu beseitigen, die das Trauma bei einem Tier ausgelöst haben. Eine solche Behandlung dauert zwei bis drei Monate.

„Ich habe allerdings keine Praxis, in die man kommen kann um einen Hund behandeln zu lassen. Vielmehr gebe ich meinen Kunden in der Hundeschule die Bach-Blüten, wenn ich Auffälligkeiten bei den Hunden beobachte“, betont die erfahrene Tiertrainerin.

Für Andrea Weyland ist es wichtig, dass Hundebesitzer nicht in den nächstbesten Laden gehen, um sich fertig gemischte Bach-Blütentropfen zu besorgen. „Die Hundebesitzer machen sich häufig etwas vor, und sehen nur, was sie sehen wollen.“ Die Hundetrainerin geht als objektive Beobachterin an den Hund heran. Auch sie kann nicht auf Anhieb erkennen, was mit einem Tier nicht stimmt. Erst wenn sie sich ein genaues Bild von dem Tier verschafft hat, macht sie sich Gedanken darüber, welche Bachblüten beim Hundetraining unterstützend eingesetzt werden könnten.

Doch das ist nicht das einzige Besondere, was die Hundeschule Rodgau ihren Kunden bietet. Zwei Mal im Jahr kommt Dr. Frank Mittenzwei aus Biebergemünd in die Schule, um mit den Hundebesitzern Erste Hilfe am Hund zu üben. Dabei wird gezeigt, wie kleine Schnittverletzungen erstversorgt werden. Es geht außerdem um Spezialfälle - etwa um Hilfe bei einem Schlangenbiss.

Auch Tiertherapeutin Ines Adam aus Waldacker hilft Tieren auf einem Weg, der für viele noch außergewöhnlich erscheint. Neben alternativen Heilmethoden bietet sie Akupunktur, traditionelle chinesische Medizin und Physiotherapie für Tiere an.

„Die Methoden ergänzen sich gut, um von allen Seiten auf das Tier einzuwirken“, meint die Expertin. Dabei beschränkt sie sich nicht nur auf Hunde und Katzen. Sogar Pferde haben bereits den Weg in ihre Praxis gefunden.

Ines Adam ist überzeugt, dass sie für fast alles, was beim Tierarzt medikamentös behandelt wird, eine Alternative bereit hat. „Abgesehen natürlich von chirurgischen Eingriffen und Impfungen. Auch Röntgen und Labordiagnostik sind Aufgabe vom Tierarzt.“ Besonderen Erfolg hatte die Fachfrau bei der Hündin Mika, die über lange Zeit hinweg epileptische Anfälle hatte. Mithilfe von Akupunktur und Homöopathie konnte dem Tier geholfen werden. Seit zwei Jahren hatte Mika keinen Anfall mehr. Die Tierheilkundlerin bietet auch Ausbildungen an. So kann man bei ihr die Ausbildung zum Tierphysiotherapeuten und Tierakupunkteur machen. Auch eine Fortbildung zum Veterinär-Homöopathen ist bei ihr möglich.

www.hundeschule-rodgau.de

www.hundpferdkatz.de

Quelle: op-online.de

Kommentare