Neuer Riesenkessel für die Baustoffwerke

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So sieht der Riesenkessel aus.

Rodgau (bp) - Nach mehr als 24 Stunden Fahrt erreichte der im nordrhein-westfälischen Coesfeld gefertigte fünfte Härtekessel per Schwertransport die Rodgauer Baustoffwerke. In dem 43,5 Meter langen Ungetüm backen bei 200 Grad Hitze und zwölf Bar Druck die im Dudenhöfer Werk hergestellten Steine.

Nach 14 Stunden sind sie fertig. Der 100 Tonnen schwere Härtekessel war 2010 in Auftrag gegeben und nun in einem Stück ausgeliefert worden. Das war Maß- und Schwerstarbeit zugleich. Denn es war gar nicht so einfach, den Koloss zentimetergenau einzupassen. Ein 400-Tonnen-Kran hob mit Unterstützung eines 300-Tonnen-Krans den Autoklaven vom Tieflader auf die vorbereiteten Fundamente.

Das gute Stück ergänzt nun die vier bestehenden Härtekessel. Dies dient der Kapazitätserweiterung und der Energieeinsparung. Mit dieser Investition von 500. 000 Euro wollen die Baustoffwerke den Produktionsablauf noch flexibler gestalten. Überdies werden sich die Energieeinsparungen schon bald bezahlt machen und einen Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen leisten.

Die Rodgauer Baustoffwerke verbrauchen für die Produktion von PORIT Porenbeton und UNIKA Kalksandstein zurzeit mehr als 25 Millionen kW/h Gas. Allein der neue Kessel soll eine Einsparung von fast zwei Millionen kW/h bei gleicher Produktionsmenge erreichen. Durch den fünften Kessel wird es möglich, überschüssige Energie aus dem Produktionsprozess erneut zu nutzen, indem Heißdampf, der bereits zur Härtung von Steinen benutzt wurde, erneut verwendet wird.

Überdies erwartet PORIT-Werkleiter Stefan Wolf aufgrund der bundesweit steigenden Wohnungsbautätigkeit eine verstärkte Nachfrage nach hochwärmedämmendem PORIT Porenbeton. „Mit dem zusätzlichen Kessel“, so Wolf, „ist das Unternehmen auch für kommende Spitzennachfragen gut gerüstet. “ Foto: Pelka.

Quelle: op-online.de

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