Neuer Anlauf für den Brunnen am Turm

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Die „Freunde des Wasserturms“ wollen im nächsten Jahr einen Brunnen bauen: Architekt Stephan Mathes (Vierter von rechts) erläutert seinen Vorstandskollegen den Plan.

Jügesheim - (eh) Ein Brunnen vor dem Wasserturm soll im nächsten Jahr Wirklichkeit werden. Im dritten Anlauf will der Verein „Freunde des Wasserturms“ den lange gehegten Wunsch in die Tat umsetzen.

Die Stadt ist mit unseren Plänen einverstanden“, freut sich Vorsitzender Frank Eser. Beim Wasserturmfest am Tag des offenen Denkmals (13. September) stellt der Verein sein Vorhaben vor. Die Einnahmen des Fests sollen dazu beitragen, die Finanzierung zu sichern.

Bereits im Herbst letzten Jahres hatten Magistrat und Verein eine Vereinbarung unterzeichnet. Demnach wird der Brunnen vom Verein gebaut und unterhalten, geht aber in den Besitz der Stadt über. Die Stadt trägt auch die Verkehrssicherungspflicht.

Das war ein sehr offenes und positives Miteinander“, berichtet Eser von den Gesprächen mit den Stadträten Michael Schüßler und Jürgen Hoffmann. Nach Jahren des Stillstands sei es gelungen, wieder Bewegung in die Sache zu bringen.

Die Brunnen-Idee ist mehr als zehn Jahre alt. 1998 schrieb der Verein einen Ideenwettbewerb aus, im Jahr 2000 legte der damalige Bürgermeister Thomas Przibilla den Grundstein. „Und dann kam der Hinweis, wir müssten einen Bauantrag stellen“, berichtet Frank Eser. Die Folge für das Projekt: Die Motivation der Ehrenamtlichen sank fast bis auf Null. Eser: „Das Ding hatte einen Hänger wie eine Langspielplatte.“

Geplant ist ein flaches, rundes Brunnenbecken mit 5,30 Metern Durchmesser. Aus fünf so genannten Quellsteinen soll Wasser sprudeln. Die Steine aus Basalt symbolisieren die fünf Stadtteile. In größerem Abstand um den Brunnen herum werden fünf hohe Basaltstelen angeordnet. Dieser Umkreis ist mit einem Durchmesser von 11,40 Metern ebenso groß wie der Wasserbehälter des Turms.

Blickfang: Geflügelte Fabelwesen

Als Blickfang werden drei der Stelen von geflügelten Fabelwesen gekrönt. Die Drachen aus der Werkstatt von Peter Imgrund (Goldbach) bestehen aus Kupferrohren, Dachrinnen und Sieben aus dem Wasserleitungsbau.

Der Brunnen ist nur ein Teil der Anlage. Die Hecke am Turm soll weg, um die Sichtachse zum Jügesheimer Wahrzeichen wieder frei zu machen. Auch Sitzgelegenheiten stehen auf der Wunschliste, so Eser, „damit das Gelände wieder ein Treffpunkt der Generationen wird und nicht nur ein Platz, wo man die Hunde ausführt“. Als Zukunftsvision spricht er von einem Wasserturm im Kleinformat auf dem nahen Spielplatz, damit die Kinder spielerisch lernen, wie die Wasserversorgung funktioniert.

Aber erst einmal muss der Brunnen finanziert werden. 25 000 Euro hat der Verein schon angespart, die Baukosten dürften jedoch bei 40 000 Euro liegen. Die Freunde des Wasserturms bauen auf die fast schon legendäre Spendenbereitschaft der Rodgauer Bevölkerung. Eser: „Wenn jeder sein Scherflein beiträgt, können wir es schaffen.“

Quelle: op-online.de

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