Neuer Hallenboden nach 40 Jahren

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Eckig statt rund sind die neuen Bodenhülsen für die Volleyballnetze, wie Christoph Reiß von der städtischen Hochbauabteilung zeigt. Die alten Netze können mit Hilfe von Adaptern vorerst weiter verwendet werden.

Nieder-Roden ‐ Einen ungewohnten Anblick bietet das Innere der Sporthalle Wiesbadener Straße. Statt des grünlich-beigen Hallenbodens sieht man nur rohe Betonplatten, teils mit großen, hässlich dunklen Flecken. Von Ekkehard Wolf

An einer Stirnseite, wo sonst das Handballtor steht, stapeln sich Reste der alten Dämmmatten, die nicht mehr in den Abfallcontainer passten. Nach einem Wasserschaden vom November lässt die Stadt den Hallenboden komplett erneuern. 40 Jahre lang musste der alte Sportboden halten. Zum Schluss hatte der PVC-Belag gefährliche Wellen geworfen.

Eine Baustelle ist die Sporthalle Wiesbadener Straße. Nach der Dachsanierung vom Sommer wird jetzt der Hallenboden ausgetauscht. Kosten: rund 120.000 Euro.

„Die Nässe hätte jederzeit an einer anderen Stelle wieder hochkommen können“, erklärt Christoph Reiß von der städtischen Hochbauabteilung. Die Entscheidung für einen neuen Boden sei die einzig richtige. Flickwerk wäre auf Dauer teurer geworden. Stadtrat Michael Schüßler (FDP) hatte im November von einem ausgedehnten „See“ unter der 1 200 Quadratmeter großen Hallenfläche berichtet.

Der Bodenaustausch bietet die Gelegenheit für einige kleine Verbesserungen. So wurden neue Bodenhülsen für die Volleyballnetze und neue Verankerungen für die Halteseile der Reckstangen gesetzt. Am Übergang von der Bodenplatte zu den Wänden wird eine zusätzliche Dichtung gegen Feuchtigkeit hochgezogen. Christoph Reiß: „In den 70-er Jahren hat man einfach Beton auf Beton gestellt. Da braucht nur mal der Mörtel zu bröseln und schon dringt Feuchtigkeit ein.“

Eine Herausforderung für die Handwerker stellt die Zuschauertribüne dar. Damit man sie nicht für teures Geld abbauen und zwischenlagern muss, arbeiten die Bodenleger in zwei Etappen. Sobald der neue Unterboden fertig ist, schieben sie die Tribüne nach vorne, tauschen den darunter liegenden Altboden aus und schieben sie wieder zurück. Erst danach erhält der Rest der Hallenfläche seinen Linoleumbelag.

Der Sportunterricht der Schulen kann nach den Ferien zunächst nicht in der Halle stattfinden. Die Handwerker haben voraussichtlich bis 20. Januar zu tun. Zwei Tage später bestreitet die Handball-Spielgemeinschaft (HSG) Nieder-Roden ihr erstes Heimspiel auf dem neuen Boden. Am 22. Januar um 19.30 Uhr erwartet der Drittligist die Mannschaft des HC Einheit Halle 05, die in der Tabelle der 3. Liga Ost zwei Plätze vor Nieder-Roden liegt.

Quelle: op-online.de

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