Neues Heimatbuch

300 Jahre auf 400 Seiten

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Albert Kämmerer blickt in seine Ortschronik. Die Fortsetzung erscheint in wenigen Tagen. Sie ist dann für 20 Euro beim Autor und im Schreibwarengeschäft Schrod erhältlich. Heimatkundler Albert Kämmerer veröffentlicht eine Fortsetzung seiner Ortschronik von Dudenhofen. Das Buch erscheint in wenigen Tagen.

Dudenhofen - Zwei Jahre nach der Ortschronik von Dudenhofen bringt Albert Kämmerer (85) sein nächstes Buch heraus. Der zweite Teil der Chronik ist keine Fortsetzung, sondern ein umfangreicher Materialband für heimatkundlich Interessierte.

Die Ortschronik umfasst den kompletten Zeitraum von der ersten Erwähnung 1278 bis zum Jahr 2011. Das neue Heimatbuch konzentriert sich hingegen auf drei Jahrhunderte (1700 bis 2013). Welche Fleißarbeit in dem Buch steckt, ahnt man schon beim ersten Durchblättern. Den Hauptteil bildet eine akribische Aufzählung der früheren Eigentümer von Äckern, Wiesen und Grabland sowie der Hauseigentümer im Ort. Diese rund 200 Seiten sind eine Fundgrube für alteingesessene Dudenhöfer: Nun können sie nachlesen, wer wann wo wohnte.

Länger als ein Jahr hat Albert Kämmerer dafür im Stadtarchiv recherchiert. Die alten Akten reichten bis ins Jahr 1700 zurück. Es war nicht einfach, die Besitzverhältnisse des 18. und 19. Jahrhunderts zu ermitteln. „Damals gab es keine Straßennamen und keine Hausnummern“, berichtet Kämmerer. Er ist überzeugt, dass sich die Mühe gelohnt hat. „Das wird für die Nachkommen interessant sein. Manche werden erst jetzt erfahren, dass sie reiche Vorfahren hatten.“ Die heutigen Eigentümer führt er in seinem Buch nicht auf - der Datenschutz geht vor.

Auch alte Kirchenbücher durfte der Heimatforscher einsehen - eine unschätzbar wertvolle Quelle für Lebens- und Sterbedaten, aber auch für wichtige Ereignisse in der Gemeinde. Die vier Kriege zwischen 1866 und 1945 bilden den zweiten großen Schwerpunkt des neuen Heimatbuchs. Der Autor hat unter anderem den mehr als 300 Kriegsheimkehrern des Zweiten Weltkriegs hinterhertelefoniert, um herauszufinden, wo sie als Soldaten eingesetzt waren.

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Das neue Heimatbuch ist aber auch ein Wörterbuch, das den Dudenhöfer Dialekt für die Nachwelt erhalten will. Die Liste von „Aabee“ bis „Zwoggel“ umfasst 50 Seiten. Das kurioseste Kapitel des Werks gibt die Lebenserinnerungen von Heinrich Kratz V. wieder, der 1923 nach Südamerika auswanderte.

eh

Quelle: op-online.de

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