Das Fell des Bären schon verteilt?

Nieder-Roden (bp) - Wird das Fell des Bären schon verteilt, bevor der Bär überhaupt erlegt ist? „Nein“, sagt Stadt-Sprecherin Sabine Fischer.

Sie widerspricht dem Eindruck, dass die Stadt für den umstrittenen Grundstücksverkauf im Wohngebiet am Forschheimer See bereits einen festen Investor im Auge hat, obwohl die Sache noch nicht einmal im Parlament war.

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Unbehagen kam bei Mitgliedern der Bürgerinitiative Forschheimer See auf, als sie am Wochenende die „Objektbeschreibung“ eines Rodgauer Bauträgers im Internet entdeckten, die vom geplanten Neubau eines Doppelhauses auf dem städtischen Grundstück Am Schulwäldchen 7 handelt. Das Grundstück gehört zu den drei Parzellen, die die Stadt aus ihrem Besitz als Bauland verkaufen möchte. Das Geld soll die klamme Stadtkasse entlasten und in die Sanierung von Spielplätzen fließen. Dagegen gibt es aus der Nachbarschaft 40 Einsprüche und 460 Unterschriften. Ursprünglich waren die Freiflächen als Spielplätze vorgesehen. Zwei davon wurden aber nie als solche ausgebaut.

Sabine Fischer räumt ein, das Internetangebot des Bauträgers sei zum jetzigen Zeitpunkt „unglücklich“. Gleichwohl handele es sich „um ein ganz normales Verfahren“. Mehrere Bauträger und Privatleute hätten bei der Stadt Interesse bekundet. Es sei üblich, dass Bauträger schon lange vor dem eigentlichen Grundstücksgeschäft „den Markt sondieren“. Die Bauplätze seien noch nicht verkauft. Wer den Zuschlag erhalte, sei offen.

BI-Sprecherin Hannelore Wrede reklamiert, die von der Stadt mit dem geplanten Grundstücksverkauf gewünschten Änderungen im Bebauungsplan spielten Investoren „bewusst in die Hände“.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Kurt Michel/pixelio.de

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