Besuch auf der Weide

Mit Schafen am Zaun auf Tuchfühlung

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Neugier besiegt Vorsicht. Nach anfänglichem Zögern nahmen die Kinder gern Kontakt mit den Tieren hinterm Zaun auf.

Nieder-Roden - Füttern, Streicheln, Staunen - beim Besuch auf der Weide von Schäfer Markus Metzger konnten die Besucher einiges erleben. Von Peter Petrat 

Vorsichtig und zaghaft kommt ein Kind mit seiner Hand dem großen Zackelschaf näher, das seinen Kopf neugierig und frech zwischen den Holzlatten hindurch streckt. Sanft tätschelt das Kind die Nase des Tieres rum und traut sich dann sogar noch ein Stückchen näher ran. Doch plötzlich ein lautes „Mäh“, das Kind bekommt einen großen Schreck und zieht ängstlich seine Hand zurück. Dabei war es nur das vorlaute Schaf nebenan. Vielleicht wollte es auch gestreichelt werden - ganz so wie sein Nachbar?

Diese und andere interessante und ungewöhnliche Erfahrungen konnten die kleinen und großen Besucher bei den Schafen und Lämmern von Schäfer Markus Metzger sammeln. In Zusammenarbeit mit dem Verein „Mein Nieder-Roden“ hatte er eingeladen, seine kleine Herde einmal ganz aus der Nähe zu betrachten.

Menü  aus Raps-Pellets und Brötchen

Auch bei der Futterzubereitung mischten die Kinder kräftig mit.

Nicht nur anfassen und streicheln durften die Kinder. Zusammen mit dem Schäfer legten sie selbst kräftig Hand an und bereiteten die Futterstelle und den Auslauf vor. Besonders eiweißreich müsse die Ernährung nun für seine Tiere jetzt sein, erklärt Markus Metzger, der sich als ausgebildeter Tierwirt auf die Haltung seiner Schafe spezialisiert hat. „Das Gras wächst noch nicht und die Tiere brauchen das aber, um Milch zu geben“, fährt er mit seinen Ausführungen fort, denen Kinder und Eltern gleichermaßen gespannt lauschen. Neben den gepressten Raps-Pellets durften die Kinder auch alte Brötchen auf die Futterkrippen der Schafe verteilen. Mit einem großen Eimer machten sich die Kleinen an die Arbeit. Nach und nach füllten sie die Futtertröge, die fein säuberlich in einer Reihe aufgestellt wurde. Nur so kommen auch die schwächeren Tiere an ausreichend Nahrung. Gäbe es nur eine kleine Futterstelle, dann würden sich die stärkeren Schafe durchsetzen und alles wegfressen. Denn Tiere kennen kein Gefühl von „satt“, müssen daher umsichtig und bewusst gefüttert werden. „Das ist auch der Grund, warum Passanten beim Vorbeigehen die Tiere bitte auf keinen Fall füttern sollen“, betont Schäfer Metzger.

Erlös wird gespendet

Nachdem alles befüllt war, ging es weiter an die großen Heuhaufen. Auch da wurde wieder kräftig mit angepackt. Zuvor gab es auf der benachbarten Wiese bei der Ostereiersuche jede Menge kleiner bunter Eier aufzusammeln.

Der inzwischen fast ein Jahr alte Verein „Mein Nieder-Roden“ möchte sich als ein Bürgerverein aktiv für seinen Stadtteil und die Bewohner einsetzen. Die Verbesserung der Lebensqualität in ihrem Stadtteil und die Zusammenarbeit mit anderen Gruppen und Vereinen. „Sprechen sie uns an, wir werden versuchen es zu lösen,“ verspricht der Verein. Von dem großen Besucherandrang bei dieser Aktion, die besonders für Kinder ein tolles Erlebnis sein sollte, war er angenehm überrascht. Der Erlös hieraus soll gespendet werden.

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Quelle: op-online.de

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