Bauarbeiten am Gemeindezentrum

Der Kirchturm liegt auf Eis

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Die Evangelische Kirchengemeinde plant den Umbau des Gemeindezentrums.

Nieder-Roden - Im Herbst sollen die Bauarbeiten am Gemeindezentrum in Nieder-Roden beginnen.

Über den aktuellen Stand der geplanten Umbaumaßnahmen informierte die Bauausschussvorsitzende Claudia Wolny bei der Gemeindeversammlung der Evangelischen Kirchengemeinde im Gemeindezentrum am Puiseauxplatz. Im Anschluss an den Gottesdienst, in dem Michael Horch aus dem Kirchenvorstand verabschiedet wurde, erfolgte zunächst ein kurzer Jahresrückblick.

„Uns steht einiges bevor“, leitete Wolny ihren Vortrag ein und erklärte, was sich im Vergleich zu den früheren Planungen verändert hat. „Ich bin froh, dass wir den großen Plan gekürzt haben. Es war einfach zu groß“, kommentierte eine Frau in der Pause zwischen Gottesdienst und Gemeindeversammlung die Reduzierung des Planungsumfangs. Weggefallen ist hauptsächlich der Kirchturm, für den die Glocken der im letzten Jahr verabschiedeten Christuskirche aufbewahrt werden. Dieser soll dann später in einem weiteren Bauabschnitt entstehen, hofft der Kirchenvorstand.

Doch zunächst wird das der große Saal im Gemeindezentrum um einen 50 Quadratmeter großen Anbau in Richtung des Puiseauxplatzes erweitert und das Gebäude samt Dach renoviert. Außerdem soll nun auch barrierefrei gebaut werden.

Umbau soll im September starten

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Bei der Genehmigung des Zuschusses von nun 180 000 Euro habe man sich zähe Verhandlungen mit der Regionalverwaltung in Darmstadt geliefert, sei mit dem Ergebnis aber nun zufrieden. Wegen der Gemeindegröße wurde der Zuschuss für eine Vergrößerung zunächst abgelehnt, da man aber dafür 200 Quadratmeter in der alten Kirche aufgegeben hat, konnte die Einigung schließlich erzielt werden. Insgesamt werden die Kosten für Umbau, Anbau und Sanierung mit 875.000 Euro veranschlagt. Neben dem Zuschuss kann die Gemeinde 500.000 Euro aus dem Verkauf der Christuskirche und der Grundstücke einbringen, der Rest wird durch Spenden und Eigenmittel gedeckt.

Im September soll der Umbau starten. Während des Umbaus können die Räume im Gemeindezentrum bis in den Sommer 2015 hinein nicht uneingeschränkt genutzt werden. „Wir arbeiten an einem Plan für die Gruppen und Kreise, mit dem Ziel, dass möglichst viel in gewohnter Weise stattfinden kann“, sagte Claudia Wolny. Auch für den Ort der Gottesdienste ist man für die fragliche Zeit gerade in Gesprächen mit verschiedenen Nachbarn, wie Pfarrer Dr. Blanco Wißmann anfügte. Dazu werde es rechtzeitig genaue Informationen geben.

Am Ende sollen die aufgearbeiteten Fenster der Kirche und die Orgel den Raum für die Gottesdienste bereichern. „Aber wir werden alle Abstriche machen müssen“, erklärte Claudia Wolny, denn während der Bauzeit werde es Einschränkungen bei der Nutzung des Gemeindezentrums geben. Spätestens bei den Dacharbeiten und dem Durchbruch könne der große Raum nicht mehr genutzt werden.

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pep

Quelle: op-online.de

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