CDU nimmt Oppositionsrolle an

Rodgau (eh) - Clemens Jäger bleibt Vorsitzender der CDU-Stadtverordnetenfraktion.

Einstimmig wählte ihn die nach den Kommunalwahlen neu zusammengesetzte Fraktion am Wochenende auf einer Klausurtagung im Spessart. Ebenfalls einstimmig wurden als Stellvertreter Heiko Lautenschläger und als Schatzmeisterin Renate Seib gewählt. Als Beisitzer fungiert Lars Neumann. Der Vorstand ist auf zweieinhalb Jahre gewählt.

Als Stadtverordnetenvorsteherin nominiert die CDU Anette Schweikart-Paul. Nach den üblichen Gepflogenheiten stelle die stärkste Fraktion die Erste Bürgerin der Stadt, betont die Union in einer Pressemitteilung. Sie gehe davon aus, dass das auch in der nächsten Legislaturperiode so gehandhabt werde.

Ergebnis der Kommunalwahl als „enttäuschend“ bewertet

Für den ehrenamtlichen Magistrat schickt die Fraktion Margit Müller-Ollech ins Rennen. Ihr Stellvertreter soll Helmut Trageser sein.

Das Ergebnis der Kommunalwahl wurde allgemein als „nicht zufriedenstellend“ und „enttäuschend“ bewertet. Entscheidend zu dem schlechten Ergebnis beigetragen habe der unerwartete Erfolg des Wahlvereins „Zusammen mit Bürgern“ (ZmB). In allen Stadtteilen sei deutlich , dass das Minus bei der CDU nahezu vollständig ein Plus für ZmB brachte. „Wir werden mit Interesse beobachten, wie der Wahlverein und die regierende Mehrheit im Rathaus die großspurig verkündeten Ziele umsetzt“, so CDU-Chef Bernhard Knaf. „Aber auch bundespolitische Einflüsse dürften uns Stimmen gekostet haben. Ich denke da an jüngste Entscheidungen der Bundesregierung, die manchen potenziellen CDU-Wähler verunsichert zurückließen.“

Hervorgehoben wurden in der Klausurtagung auch die Leitlinien, die im Wahlkampf als Arbeitsschwerpunkte der CDU für die kommende Legislaturperiode beschrieben wurden. „Daran werden wir uns halten, dafür werden wir im Parlament um Mehrheiten kämpfen“, bekräftigte Fraktionschef Jäger. Die CDU sehe sich der Stadt und den Bürgern verpflichtet. Sie habe ihre Oppositionsrolle angenommen und werde sie mit vereinter Kraft in den nächsten fünf Jahren gewissenhaft ausfüllen.

Quelle: op-online.de

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