Rodgau

Noch 1000 Tonnen werden ausgetauscht

Neuen Ärger über die Müllgebühren will der Magistrat in den nächsten Wochen vermeiden. Beim Erstbescheid über die Vorauszahlungen werde man sich auf die Mindestgebühr mit 13 Leerungen beschränken, kündigte Erste Stadträtin Hildegard Ripper (CDU) gestern vor der Presse an.

Rodgau (eh) - Auch die späte Auslieferung der neuen Mülltonnen soll den Bürgern nicht zum Nachteil gereichen: Wer vor Silvester eine kleinere Tonne bestellt hat, muss ab 1. Januar nur für diese Größe bezahlen, auch wenn sie erst später geliefert wird. Mehr als 1 000 der rund 14 500 Haushalte sind betroffen. Ihre Mülltonnen stimmen nicht mit der bestellten Größe überein. Sie sollen nun im Februar ausgetauscht werden.

Im November und Dezember waren zunächst nur jene Behälter ausgeliefert worden, die bis zum 15. Oktober bestellt worden waren. Die Ummeldungen, die nach dem Stichtag bis zum Jahreswechsel im Rathaus eintrafen, werden nun im zweiten Durchgang abgearbeitet. Der Tonnentausch soll in der siebten und neunten Kalenderwoche (9. bis 14. und 23. bis 28. Februar) stattfinden, wenn in Rodgau keine Restmüllabfuhr ist. Die betroffenen Hauseigentümer werden zuvor angeschrieben.

Das Hin und Her mit den Mülltonnen begründet die Erste Stadträtin mit der kurzen Umstellungsfrist auf die neue Abfallwirtschaft: „Wir hatten ja nur ganze acht Monate Zeit, das ins Laufen zu bringen.“

Erst nach dem Tonnentausch will die Stadtverwaltungdie Bescheide über die Müllgebühren verschicken. Die Rate fürs erste Quartal wird also frühestens im März fällig. Dabei gelte der Grundsatz „Dienstleistung vor Geldleistung“, so Hildegard Ripper. Der Magistrat hat beschlossen, sich bei den Vorauszahlungen zunächst auf die Mindestgebühr mit 13 Leerungen zu beschränken. Ursprünglich wollte die Stadt gleich noch für drei Extra-Leerungen kassieren. Über diese Vorschrift der Abfallsatzung hat sich der Magistrat jetzt hinweggesetzt. Zusätzliche Leerungen werden erst Anfang 2010 nachträglich in Rechnung gestellt. Weitere Vorauszahlungen orientieren sich dann jeweils am Entsorgungsverhalten des Vorjahrs.

„Der Magistrat hat die große Bereitschaft zur sofortigen Mülltrennung erkannt“, hieß es gestern in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus. Die Erfahrungen der ersten beiden Abfuhrrunden habe eine rege Nutzung der Biotonnen gezeigt; die Restmülltonnen würden nur sparsam an den Straßenrand gestellt.

In diesem Zusammenhang betont die Erste Stadträtin, im vergangenen Jahr sei in Jügesheim entgegen einer oft geäußerten Ansicht keine Leerung ausgefallen; laut Abfallkalender habe es 52 Abfuhrtermine gegeben, wie in den anderen Stadtteilen auch.

Neben den Restmülltonnen sollen im Februar alle bislang bestellten Biotonnen und die meisten fehlenden Altpapiertonnen ausgeliefert werden. Etliche Bürger warten bereits seit Monaten auf eine blaue Tonne fürs Altpapier; die damals zuständige Firma Veolia hatte im Herbst keine Papiertonnen mehr ausgeliefert.

Quelle: op-online.de

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