„Notdienst bestens ausgerüstet“

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Thorsten Lehmberg (rechts) und Dr. Hubert Kremer stellen das neue Auto der Ärztlichen Notdienstzentrale vor.

Dudenhofen (eh) ‐ Mit einem neuen Dienstwagen absolvieren die Mediziner der Ärztlichen Notdienstzentrale Rodgau ihre Hausbesuche. Nach sechs Jahren wurde das alte Fahrzeug ausgemustert. Es hatte rund 220.000 Kilometer auf dem Tacho.

Mit dem Neuwagen geben die niedergelassenen Ärzte in Rodgau, Rödermark und Babenhausen ein klares Signal: Ihre Notdienstzentrale soll selbstständig bleiben. In den letzten Jahren war mehrmals über eine Fusion mit anderen Diensten diskutiert worden. Doch das ist kein Thema mehr, seit die Zentrale auch Babenhausen versorgt.

Etwa 70 niedergelassene Ärzte teilen sich die Kosten der Notdienstzentrale in Dudenhofen, die trotz der konstant hohen Patientenzahl von 12.000 bis 13.000 im Jahr ein jährliches Defizit von rund 120.000 Euro einfährt. Die Ärzte der drei Städte tragen dieses Minus gemeinsam. „Am Wochenende kann ein verantwortungsbewusster Arzt nur ruhig schlafen, wenn er seine Patienten versorgt weiß“, sagt Dr. Hubert Kremer, der gewählte Obmann der Ärzteschaft.

Beste ausgerüstete Zentrale im Frankfurter Umland

„Wir haben eine der am besten ausgerüsteten Zentralen im Frankfurter Umland“, betont Dr. Kremer. Dies zeige sich nicht nur an den Öffnungszeiten und der personellen Besetzung, sondern auch bei den Hausbesuchen: „In anderen Zentralen fährt der Arzt in seinem eigenen Auto oder ohne Begleitung.“

Die Praxis in der Friedberger Straße 30 ist täglich von 18 Uhr bis 7 Uhr geöffnet, mittwochs bereits ab 13 Uhr, freitags ab 15 Uhr, am Wochenende durchgehend. Unter der Woche ist mindestens ein Arzt vor Ort, am Wochenende zwei Ärzte. Dazu kommen nichtärztliche Mitarbeiter wie Krankenpfleger, Arzthelferinnen, Rettungssanitäter oder Medizinstudenten.

Bis zu 20 Hausbesuche pro Tag fallen am Wochenende an. „Wir fahren rund 30.000 Kilometer im Jahr“, erklärt Thorsten Lehmberg, der Technische Leiter der Notdienstzentrale. Besucht werden alte Menschen, Behinderte und alle Patienten, die wegen ihres Zustandes nicht selbst in die Friedberger Straße kommen können. Das ist unter anderem bei schweren Koliken oder nach einer Rückenoperation der Fall.

Mit seinen auffälligen roten Streifen ist der Arztwagen nicht zu übersehen. Auf ein gelbes Signallicht haben die Ärzte verzichtet, „weil es rechtlich keine Bedeutung hat“, so Lehmberg.

Quelle: op-online.de

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