Novizen müssen leiden

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Noch lacht der Triathlon-Neuling.

Nieder-Roden - Welche Hindernisse - außer 400 Meter Schwimmen, 14 Kilometer Radfahren und vier Kilometer Rennen - warten auf einen Triathlon-Novizen? Unser Mitarbeiter Michael Löw hat einige von ihnen am eigenen Leib erfahren, bevor er nach 1:01:21 Stunden sportlichem Selbsttest ins Ziel einlief.

Lektion eins: Der Fahrradhelm bleibt auf dem Kopf - selbst beim Schlangestehen. Ich werde mich auf den paar Metern zwischen Startnummernausgabe und Fahrradständern doch wohl auf den Beinen halten können, hinterfrage ich den Sinn dieser Anweisung. Knappe zwei Minuten später weiß ich den Rat meiner Triathlonerfahrenen Kumpels Udo Friedrich, Michael Goß und Stefan Merz zu schätzen. Kampfrichter kontrollieren penibel, ob der Kopfschutz sitzt.

Lektion zwei: Es schmerzt mehr als gedacht. Mit 149 Triathleten der ersten Gruppe renne ich Punkt 10 Uhr in den Badesee. Warum aber gefühlte 298 Beine erstmal prüfen, was meine Knochen aushalten, bleibt das Geheimnis meiner rustikalen Konkurrenten. So schlimm habe ich mir das berühmt-berüchtigte Gedrängel nicht vorgestellt.

Lektion drei: Verflixte Startnummer. Hilflos stehe ich nach dem Schwimmen inmitten eines Fahrrad-Meeres. Meine am Gummiband aufgefädelte 109 rollt sich immer wieder zusammen; ich nestele verzweifelt an ihr herum, während ein Sportler nach dem anderen auf seinem Rad enteilt. Erst zwei herzhafte Bisse ins Band schaffen Abhilfe. Auch ich springe aufs geliehene Rennrad, doch eine Zeit unter einer Stunde kann ich da schon vergessen. Aber der Triathlon 2010 kommt bestimmt.

Quelle: op-online.de

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