Offene Tür im Laden von „Tante Emma“

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Am Wochenende werden in der Hintergasse in Jügesheim zum ersten Mal Lebensmittel verteilt.

Jügesheim ‐ Die Helfer sind eingewiesen, die Lieferanten haben reichlich Lebensmittel zugesagt, die potenziellen Kunden sind erfasst - „Tante Emma“ wartet auf den Start.   Von Michael Löw

Am Wochenende lädt der Trägerverein die Rodgauer ein, sich in der neuen Lebensmittelausgabe mit Lebenshilfe umzusehen. Dazu werden in der Hintergasse 28 am Samstag und am Sonntag die Türen von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Am Sonntag segnen die Pfarrer Wendelin Meissner und Andreas Goetze die Räume. Engagierte Bürger haben den Verein „Tante Emma“ im März gegründet, um Menschen am Rand der Wohlstandsgesellschaft Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten, Gesundheitsförderung und Stärkung seiner Kompetenzen zu ermöglichen und sozialer Isolation entgegenzuwirken.

Zahlreiche freiwillige Helfer haben sich in den letzten Wochen zusammengefunden, um die eigentliche Eröffnung am Dienstag, 15. Juni, um 10 Uhr vorzubereiten. Vorsitzender Alexander Rosskopf freut sich über die große Resonanz. Bereits jetzt sind mehr als 80 Rodgauer zur Mitarbeit bereit.

So haben beispielsweise rund 40 Freiwillige eine Schulung der Infektionsschutzbelehrung absolviert und den Gesundheitspass erhalten. Fahrteams wurden zusammengestellt, um die Lebensmittel bei den Spendern abholen. Das Büroteam hat die rund 200 Interessenten erfasst und zu Informationsveranstaltungen eingeladen. Rund 40 Mitglieder sind dem Verein beigetreten. In der laufenden Woche wird das Sortier- und Packteam eingearbeitet. Der Ladenmannschaft, die die Kunden bedient, steht das noch bevor.

Die Organisatoren haben zahlreiche Gespräche mit Großmärkten, Landwirten und Händlerorganisationen geführt, um sicher zu stellen, dass ab dem 15. Juni die Regale gut gefüllt sind.

Die gespendeten Lebensmittel werden an bedürftige Rodgauer, die eine Kundenkarte erhalten, für zwei Euro je Einkauf abgegeben. Jeder darf in der Woche einmal einkaufen. Die ersten 40 Kunden kommen am Dienstag, die nächsten 40 können am Donnerstag bedient werden. Es folgen Freitag und Montag. Da am Mittwoch die Nieder-Röder Suppenküche „5 und 2“ Bedürftige verköstigt, bleibt „Tante Emma„ an diesem Tag geschlossen. Schließlich möchten sich die Hilfsorganisationen keinen Wettbewerb liefern. Im Gegenteil, „Tante Emma“ kann Frischprodukte, die zubereitet werden müssen, an die Suppenküche abgeben.

Dafür werden mittwochs Seminare und Informationen mit Lebenshilfe-Charakter abgehalten. Zu den Gründern zählen Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfallhilfe, evangelische Emmausgemeinde, katholische Kirchengemeinden St. Nikolaus und St. Marien, Katharina-von-Bora-Stiftung, Caritas und Gemeinsam mit Behinderten. Weitere finanzielle Unterstützer sind: „En Haufe Leut“ von der TGS, Rotary-Club Rodgau, Lions-Club Rodgau/Rödermark, Sparkasse Langen-Seligenstadt und die Stadt.

Quelle: op-online.de

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