Ohne Navi durch den Hexenwald

+
Die zahlreichen Schneewittchens und Dornröschens hatten´s nicht immer leicht bei der Abschlussveranstaltung der Weiskircher Ferienspiele: Sie lagen oft längere Zeit im Tiefschlaf auf dem harten Bühnenboden oder einer Bank, während ihre Zwerge und Prinzen noch diskutierten, wer sie denn wach küssen dürfe.

Weiskirchen - (chz) „Keine Probleme, alles war wunderbar, selbst das Wetter war immer da in Ordnung, wo wir waren. Und auch im Schwimmbad, im Freizeitpark oder im Märchenpark - auch nirgends vergessene Kinder!“

Ein rundherum zufriedenes Resümee der Weiskircher Ferienspiele zog der pädagogische Leiter Peter Konrad.

Ein lautstarkes „Jaaa“ aus 130 Kehlen beantwortete auch die Frage von Teamleiter Martin Störmer: „Haben euch die Ferienspiele gefallen und würdet ihr gerne weitermachen?“

Der Dank der Organisatoren ging auch an den Hausmeister des Bürgerhauses und die Betreuer, die in den vergangenen Nächten vor lauter Vorbereiten kaum mehr geschlafen hatten und auch in der letzten Nacht nicht dazu kamen: Schließlich übernachteten rund 100 Kinder in 20 Zelten und im großen Saal, mit Lagerfeuer und Nachtwanderung und allem, was an Schönem und Gruseligem dazugehört.

Zuvor hatten sie zwei Wochen lang in 13 abwechslungsreichen Projektgruppen viel Spaß gehabt: schnelle Küche, Waffelbäckerei, selbst gemachte Brettspiele, Experimente, Traumfänger basteln und natürlich viel Sport. Eine kleine Ausstellung bemalter T-Shirts oder Geschirrteile, eine große Diashow, die Lagerzeitung und eine CD mit 400 Dias für jedes Kind gab den Eltern am großen Abschlussabend einen Eindruck davon.

Ein Traum für junge Damen: einen ganzen Abend in Feen- und Prinzessinnengewändern vor einem Bürgerhaus voller Zuschauer auftreten. Heute beginnen die Ferienspiele in Jügesheim um 9 Uhr an der Wilhelm-Busch-Schule.

Im Bühnenprogramm der Kinder wimmelte es nur so vor Märchenfiguren und witzigen Collagen verschiedenster Märchen. Die 15 Jüngsten, die sechs- bis siebenjährigen „Königskröten“, gaben mit Standbildern Rätsel auf von Rapunzel bis Schneewittchen. Beim Contest „DWFSDS“ (Die Weiskirchener Ferienspiele suchen das Supermärchen) gab‘s gleich „32 (Figuren) auf einen Streich“, die sich mit „Schneewittchen“ und den „Bremer Stadtmusikanten“ um die goldene Kugel stritten.

28 Wölfe präsentierten einen verrückten Märchenmix, in dem sich Hänsel und Gretel im Wald verliefen, weil ihr Navigationssystem nicht funktionierte, dafür aber die sieben Zwerge aus Frau Holles Kissen purzelten. Alibaba kam diesmal leider nur mit 32 Räubern - den Ältesten unter den Teilnehmern - auf die Bühne zur Märchenmodenschau, ehe 26 kleine Schweinchen eine liebevoll einstudierte Tanz- und Comedyshow boten.

Die Höhepunkte waren wie alle Jahre am Ende das Video und der Tanz der Betreuer - dieses Mal märchengerecht als Blut saugende und viel beklatschte Vampire.

Quelle: op-online.de

Kommentare