Oktoberfeststimmung im Wald bei der SG Hainhausen

„Wir feiern bei jedem Wetter“

+
Hoch die Bierkrüge: Beim Oktoberfest der SGH-Handballer hatten die Besucher sichtlich Spaß. Mehr Fotos gibt’s im Internet.

Hainhausen - Eine Stimmung fast wie in München herrschte auf dem Oktoberfest der SG Hainhausen am Tag der deutschen Einheit. Mehr als 1 000 Gäste feierten bei fränkischem Dunkelbier an der Waldfreizeitanlage.

Auch gelegentliche Regengüsse konnten der guten Laune nichts anhaben. „Gut, dass wir die Zelte aufgestellt haben, da bleibt der Platz trocken“, freute sich Günther Werner vom Organisationsteam der SGH-Handballer. Nach der Regen-Erfahrung im vergangenen Jahr hatte der Verein zwei große Zelte gekauft, die Platz für bis zu 300 Besucher bieten. Eine Absage des Oktoberfests kommt für die SGH nicht in Frage. Günther Werner: „Wir feiern bei jedem Wetter.“

Unter dem Zeltdach kam bald Bierzeltatmosphäre auf. „Big T“ (Thorsten Schmitz) und seine Musikerkollegen heizten dem Publikum nach allen Regeln der Kunst ein: Polka am Morgen, Elvis am Mittag und dann Partyschlager bis zum Ende. Am Nachmittag konnte man sogar den einen oder anderen Gast auf der Sitzbank stehen sehen.

Wer um 12 Uhr kam, konnte von Glück sagen, wenn er noch einen Platz an einem der 30 Tische im Zelt fand. Noch einmal so viele Tische standen außenrum, aber gegen 15 Uhr gab es nur noch Stehplätze. Beim Getränkeumsatz sei das Oktoberfest in Rodgau die Nummer zwei nach der Holzversteigerung, gaben die Veranstalter zu verstehen. Das dunkle Festbier aus der Fränkischen Schweiz floss in Strömen. Mit sieben Euro war die Maß rund vier Euro billiger als in München.

Auf der Speisekarte in Hainhausen standen zwar weder Hendl noch Steckerlfisch, aber dafür Grillhaxe, Weißwürste und einiges mehr. 65 ehrenamtliche Helfer sorgten dafür, dass die Gäste auch beim größten Andrang nicht lange warten mussten. „Um die Dienste müssen wir uns gar nicht kümmern“, lobte Klaus Machner aus dem Orga-Team, „wir haben so viele freiwillige Angebote.“

Oktoberfest der SG Hainhausen: Bilder

Ein Handball-Senior zapfte das erste Bierfass ohne Spritzer an. Heinz Werner (84) ist ein Beispiel dafür, dass Sport jung hält. Als Zehnjähriger hatte er mit dem Handballspielen angefangen („Wir waren ein kleiner Ort, es hat nur Fußball oder Handball gegeben“). Nach mehreren Kreismeistertiteln hörte er mit 43 Jahren auf und spielte mit seinen Freunden zunächst Volleyball. „Als auch das nicht mehr geklappt hat, haben wir eine Wanderabteilung gegründet. Da sind wir mit 100 Leuten in den Odenwald und den Spessart gegangen.“ Aber auch diese Zeit ist vorbei: „Die Wanderabteilung haben wir dieses Jahr aufgelöst, weil unser Durchschnittsalter 88 war. Irgendwann sind wir nur noch zu fünft gelaufen.“ (eh)

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare