„Max“ hält Polizei in Atem

Ordnungspolizei fängt Pferd ein

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„Ruhig, ruhig, alles ist gut“: Manuela Becker, Bernd Brüstle und Gerhard Brendel (von links) von der städtischen Ordnungspolizei mit dem eingefangenen Reitpferd „Max“.

Jügesheim - Ein Pferd trabt mitten durch den Ort, die Polizei fährt mit Blaulicht hinterher: Aufregende Szenen spielten sich heute zwischen 12 und 13 Uhr in Jügesheim ab. Autofahrer hielten vorsichtshalber am Straßenrand, Fußgänger traten zur Seite.

Die Verfolgungsjagd endete unweit des Rathauses: Ein Ordnungspolizist stoppte den Vierbeiner mit ausgebreiteten Armen. „Mich hat mein Nachbar angerufen: Da läuft ein Gaul spazieren“, berichtet Bernd Brüstle von der städtischen Ordnungspolizei. Das war gegen 12.30 Uhr. Brüstle lief zum Dienstwagen und nahm die Verfolgung auf. Eine Polizeistreife hatte sich dem herrenlosen Pferd auch schon an die Fersen geheftet.

In flottem Trab lief der Braune bis zur Feuerwehr, so dass man schon befürchten musste, er würde zur Bundesstraße 45 abbiegen. Doch das Pferd besann sich offenbar eines Besseren, lief auf den Hof des Feuerwehrhauses und machte sich auf den Rückweg nach Jügesheim - seine Verfolger mit -zig Pferdestärken hinterher. Das Tier trabte unter anderem durch die Lange Straße, an der Georg-Büchner-Schule vorbei, in die Hochstädter Straße, Weiskircher Straße und Hintergasse, vorbei an der Metzgerei Hiller und am Rathaus. An der Einmündung der Hinter- in die Vordergasse wartete ein mutiger Ordnungspolizist, der das Pferd zum Stehen brachte.

Die Betreiber des Salinenhofs in Hainhausen erklärten sich bereit, den Ausreißer vorübergehend bei sich aufzunehmen. Doch das war nicht mehr nötig, Ein anderer Mitarbeiter des Ordnungsamtes hatte den Besitzer ausfindig gemacht. Roland Liller lief seinem neunjährigen „Max“ freudestrahlend entgegen.

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Erst am Tag zuvor hatte „Max“ die Kutsche von Großostheim nach Dudenhofen gezogen, am Donnerstagmorgen hatte er einen 20-Kilometer-Ritt nach Seligenstadt und zurück hinter sich. Doch der kräftige Braune hatte immer noch nicht genug. Die Freiheit lockte. Ein Sprung über den Weidezaun - und kurz darauf begann der „tierische“ Polizeieinsatz.

(eh)

Quelle: op-online.de

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