TGM SV-Osterlauf

Sonniges Familientreffen der Langstreckler

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Jügesheim - Der 36. Osterlauf von TGM SV Jügesheim war gestern wieder ein Familientreffen der regionalen Langstreckenszene. Viele der 543 Teilnehmer und 40 Helfer kommen seit Jahren. Wir haben mit einigen über ihr Verhältnis zu der Traditionsveranstaltung gesprochen.

Das Topwetter hat die Läufer beflügelt. Organisationschef Detlef Grumbmann musste drei der vier 50-Euro-Scheine zücken, die die TGM SV für neue Streckenrekorde ausgelobt hatte. Jetzt hat nur noch die alte Bestzeit der Männer über 25 Kilometer Bestand. Natascha Schmitt knackte den Rekord auf der Langstrecke. Über zehn Kilometer setzten Männer und Frauen neue Bestmarken.

Der Erfinder, Rudi Bischoff

„Ich habe den Osterlauf 1977 mit meiner Frau Edith ins Leben gerufen. Eigentlich wollten wir‘s erst an Christi Himmelfahrt machen. Aber das wurde uns wegen des Feiertages nicht genehmigt. Der 36. Lauf heute wäre eigentlich der 37. Aber er fiel einmal wegen des Wechsels im Abteilungsvorstand aus.“

Die Helferin, Erika Rhein

„Ich war von Anfang an beim Osterlauf dabei und schenke den Läufern Getränke aus. Das mache ich jedes Jahr gerne, weil ich den Sportlern nach dem Lauf mit einer Erfrischung helfen kann. Früher bin ich auch selbst viel gelaufen. Aber mit meinen 86 Jahren geht das mit dem Sport halt nicht mehr so.“

Der „Zehner“, Aaron Bienenfeld

„Die Strecke hier in Jügesheim liegt mir, da bin ich 2011 bei der Winterlaufserie meinen ersten Zehner gelaufen. Ich bin schon besser gelaufen als die 34:50 Minuten von heute. Eigentlich wäre ich gerne zehn Sekunden schneller gewesen. Aber leider war ich‘s nicht.“

Der Langstrecken-Neuling, Gerd Oczko

„Vor zwei Jahren bin ich schon einen Halbmarathon gelaufen, aber die 25 Kilometer waren meine längste Strecke. Das musste kurz vor meinem 50. Geburtstag sein. Jedesmal nach so einem Lauf denke ich „Du spinnst!“. Doch nach dem ersten alkoholfreien Weizenbier erhole ich mich schnell.“

Die „Fünfundzwanzigerin“, Frauke Ostermann

„Mit gefällt die tolle Atmosphäre hier. Außerdem liegt die Strecke zum größten Teil im Schatten, was bei den Temperaturen heute ein großer Vorteil war. Nach 18,5 Kilometern hatte ich Seitenstechen, mit denen ich fünf Kilometer gekämpft habe. Bis zum Ziel habe ich‘s weggelaufen.“

Quelle: op-online.de

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