Ostermarkt bringt den Frühling mit

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Viereckige Eier beim Ostermarkt.

Nieder-Roden (pep) - „Alles so schön bunt, das ist Frühling!“, beschreibt eine Besucherin des Ostermarktes im Bürgerhaus Nieder-Roden ihren ersten Eindruck. Schon im Foyer sind liebevoll dekoriere Stände mit bunten Eiern, Blumen und kreativen Basteleien zu sehen.

„Zum Stöbern und Staunen ist alles gut verteilt“, erklärt Silke Ott, die diesen Markt seit 26 Jahren organisiert. Seit zwei Jahren läuft die Veranstaltung unter der Agentur für Kultur, Sport und Ehrenamt, davor als Projekt der Volkshochschule. 48 Aussteller zeigen alles, was mit dem Thema Frühling zu tun hat. Auch Kursleiter der Volkshochschule präsentieren ihr Hobby, so etwa Gudrun Bär mit Porzellanmalerei und Petra Distler-Becker mit Keramiken. Der Erlös aus den Standgebühren fließt an den SOS-Helferkreis, der das Geld an ein Kinderdorf in der Pfalz spendet.

Am Stand der Selbsthilfegruppe „Mosaiksteine“ macht Bürgermeister Jürgen Hoffmann gerade einen Kniefall. Aber nicht nur aus Achtung vor der dort geleisteten Arbeit, sondern eher, um sich ein ganz bestimmtes Blumenkörbchen vom Boden des Standes zu angeln. Überwiegend aus Spenden haben die Helfer liebevoll gestaltete Blumenarrangements hergestellt, die bei überschaubaren Preisen besonders beliebt sind. „Viele kommen nur wegen der Gestecke“, berichtet die Vorsitzende Silke Buchenau stolz.

Mit eckigen Eiern überrascht der Verein „Plattdüütsch leevt“ an seinem Stand und hat auch die passende Geschichte parat. „In Ostfriesland gibt es viele Deiche und dort laufen die Hühner noch frei herum. Das wäre aber schlecht, wenn die Eier dann immer die Deiche herunterrollen würden. Also legen die Hühner dort eckige Eier“, erzählt Jürgen Meyer. So viel Seemannsgarn hätte man eher nebenan bei den Rodgauer Seglern rund um Klaus Kölpin vermutet, die zum 25. Mal über ihre Aktivitäten informieren.

Bilder vom Ostermarkt

Ostermarkt in Nieder-Roden

Dass im Frühling auch viele Tiere ihre Winterstarre beenden und wieder aktiv werden, zeigte der Verein „Natur aktiv“ anhand heimischer Reptilien. Mutige Besucher konnten sogar eine echte Schlange streicheln, einen für viele unbekannten Bartagamen bestaunen oder ein Stück abgestoßene Schlangenhaut anfassen. Zwischen dem Angebot an Osterkarten, Taschen, Handwärmern und Duftkissen ist auch am Stand von Gabi Stricker alles selbst gemacht. Sie zaubert aus Tannenzapfen durch einfache Mittel beeindruckende Figuren. Seit über sieben Jahren ist sie schon mit ihrem Hobby dabei. Auch Standnachbarin Anita Meuler bietet die Produkte ihres Zeitvertreibs an. Sie strickt sogar noch während sie hinter ihrem Tischchen sitzt. „Ich kann dabei alles machen, reden, Fernsehschauen, lesen“, erklärt sie, während sie im Eiltempo Masche für Masche zieht.

Zum ersten Mal dabei ist Tiermalerin Daniela Pulwey, die neben Gemälden und Zeichnungen auch bemalte Eier aller Größen präsentiert. Unentwegt bleiben Besucher vor ihren Kunstwerken stehen, und manch einer sagt einfach nur, wie toll er die Sachen findet. Besonders die riesigen Straußeneier sind ein Blickfang. „Da steckt aber auch eine Menge Arbeit drin“, verrät sie, „durch die speckige Oberfläche hält hier die Farbe nur schlecht, so dass viele Schichten Farbe drauf mussten.“

Ebenfalls leuchtend bunt geht es am Stand von Claudia Curman und Silke Rothe zu. Neben beleuchteten Acryl-Eiern sind auch Arbeiten aus Glasmosaik und Schmuck zu sehen. Nur wer genau hinsieht kann erkennen, dass auch einige der Mosaikarbeiten in verschiedenen Farben von innen heraus funkeln. Tanzgruppen, Einradfahrer, Musiker der Freien Musikschule und das Jugendorchester aus Jügesheim bereicherten beiden Tage mit einem unterhaltsamen Rahmenprogramm.

Quelle: op-online.de

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