Viele kreative Ideen beim Nieder-Röder Ostermarkt

Bunte Vorboten des Frühlings

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Bei dieser entspannten Osterdekoration macht der Frühling noch mehr Spaß.

Rodgau - Auch das Wetter hatte am Wochenende ein Einsehen mit den Menschen in Nieder-Roden. Pünktlich zum Ostermarkt im Bürgerhaus ließ sich endlich mal wieder die Sonne blicken und die Temperaturen wurden im Laufe des Tages sogar zweistellig.

Genau der richtige Rahmen also, um für Frühlingshaftes empfänglich zu sein.

Davon gab es jede Menge. Knapp 50 Hobbykünstler, Kursleiter der Volkshochschule, Vereine und Selbsthilfegruppen präsentierten zwei Tage alle möglichen Handarbeiten rund um die Osterzeit und mehr. So wie Anett Müller. Schon von weitem war auf einem Schild zu lesen - „Schafmilchseife“. Und diese Seifenstückchen waren irgendwie zu schade, um sich damit nur zu waschen. Angenehm duftend hatte die Hobbykünstlerin sie teilweise in schöne Arrangements eingearbeitet, die an ihrem Stand hingen und auf Käufer warteten.

Davon kamen einige, die nicht nur die Seifen kauften, sondern auch die Osterdekorationen, die mit lustigen und liebevoll gearbeiteten Figuren aufwarteten.

Schönes Zuhause für Wildbienen & Co

Einige Meter weiter waren Kathleen Nolte und ihre Mutter Christine Wehner. Ihre Spezialität sind Karten. Allesamt selbstgemacht und für jeden Anlass. „Wir machen auch welche ganz nach Kundenwünschen“, sagte Kathleen Nolte. Dazu genügt es zum Beispiel Namen und Anlass zu notieren und schon machen die beiden eine wunderschöne Karte.

Wer dann noch ein passendes Geschenk suchte, war bei Yvonne Bryk-Hering richtig. Sie bot Streichholzschachteln an. Diese waren allerdings etwas modifiziert. In mühevoller Kleinarbeit hat sie die kleinen Boxen dekoriert oder sogar, als Rucksack, an kleine Stoffhasen gehängt. Es gab Schachteln für Jungen, Mädchen, Frauen und Männer - und jede war einzigartig.

Eine gänzlich andere Idee hatte Siegfried Nagel. Eher durch Zufall war er vor knapp zwei Jahren darauf gekommen, Insektenhotels zu bauen. Das sind jene kleinen Holzhäuschen mit den vielen Löchern, Höhlen und Spalten, in denen Insekten einen Platz finden. Schon beim ersten Weihnachtsmarkt an dem er damals teilnahm, war er vom Erfolg seiner Häuschen überrascht. Mittlerweile sind sie noch besser geworden. Was früher einmal ein Karteikasten oder eine Schublade war, ist jetzt ein schönes Zuhause für Wildbienen & Co. Es gibt mittlerweile sogar Ausführungen, die Vögeln eine Kinderstube bieten.

Die Volkshochschule zeigte, was für tolle Dinge in den Kursen entstehen. Von lustig aussehenden Kochlöffeln bis Handtüchern reichte die Bandbreite.

Bilder vom Ostermarkt

Kreative Ideen beim Ostermarkt

„Ui, Schokolade“, freute sich ein Kind an einem anderen Stand. Was dort aussah wie Schokolade, roch wie Schokolade, war allerdings Seife. Dafür waren die Stofftiere am nächsten Stand echt und das Taschengeld musste daran glauben. Aber es gab nicht nur alle möglichen schönen Sachen zu kaufen, auch einige Vereine präsentierten sich. An einem Stand gab es zum Beispiel etwas Ungewöhnliches zu Essen - viereckige Eier. „Das ist bei uns eine besondere Züchtung“, erklärte Birgit Denker. „Denn wenn sie rund wären, würden sie ja ständig die Deiche runter rollen“, fügte sie schmunzelnd hinzu. Es war der Verein „Plattdüütsch leevt“ (übersetzt: Plattdeutsch lebt), der sich hier präsentierte. Die Mitglieder kommen aus Ostfriesland, Hamburg, Bremen oder wie Birgit Denker, aus Lübeck und pflegen auch in Hessen ihre eigene Sprache.

Gleich daneben waren die Seebären von den Rodgauer Seglern, Klaus Kölpin und Manfred Papke, zu finden. Sie segeln natürlich nicht im eher trockenen Rodgau, sondern machen regelmäßig Törns auf den Meeren dieser Welt.

Wer nach alle diesen Ständen etwas Stärkung brauchte, war im Nieder-Röder Bürgerhaus gut aufgehoben. Nicht nur viereckige Eier gab es auf dem Ostermarkt, sonder auch handfeste Köstlichkeiten. Und gegen den Durst bot sich natürlich der Stand mit Apfelwein oder wahlweise Apfelsaft an.

kgn

Quelle: op-online.de

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