Pädagogin aus Rodgau gründet Waisenhaus in Uganda

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Dank zweier Nähmaschinen können die Mädchen im „Home of Hope“ Nähen lernen, um damit ein bisschen Geld zu verdienen.

Nieder-Roden ‐ Julia Blüml, eine 26-jährige Pädagogin aus Nieder-Roden, gibt Kindern in Afrika Hoffnung. In Uganda hat sie mit dem Verein „Nachhaltige Entwicklung in Afrika“ ein Waisenhaus gegründet. Von Fabian May

Auf Suaheli, der Amtssprache vieler ostafrikanischer Länder, bedeutet „Mzungu“ „Weißer“ oder auch „Europäer“. Die haben es nicht immer leicht in Afrika, wie Julia Blüml (26) aus Nieder-Roden zu berichten weiß: Die Pädagogin, die derzeit in Nürnberg an einer Schule für körperbehinderte Kinder ein Referendariat absolviert, hat in Uganda ein Waisenhaus gegründet.

Schon als Jugendliche träumte Julia Blüml von Afrika - von seinen Sitten und Bräuchen, aber vor allem von den Menschen, die dort leben. Gerne wollte sie einmal in eines dieser faszinierenden Länder reisen, um dort zu arbeiten. So entschloss sie sich im Juli 2006, nach Kampala, die Hauptstadt Ugandas, zu reisen. Im Rahmen ihres Sonderpädagogikstudiums arbeitete sie zwei Monate lang in einem Reha-Zentrum für körperbehinderte Kinder und wohnte in einer Gastfamilie.

Zufriedenheit trotz einfachster Bedingungen

Trotz der großen Armut, die in Uganda herrscht, war Julia Blüml vom Wesen der Einheimischen fasziniert: „„Die Warmherzigkeit, die Unverfälschtheit und die Aufrichtigkeit der Ugander haben mich stark beeindruckt.“

„Obwohl die Menschen in Uganda unter einfachsten Bedingungen leben, häufig ohne Strom und fließend Wasser, trifft man auf eine Zufriedenheit, die man sich in Deutschland nur schwer vorstellen kann“, schwärmt die 26-Jährige. Trotzdem musste sie sich in Uganda, das viele als Perle Afrikas bezeichnen erst einmal umstellen: Denn das sehr einfache Mahl bestand aus Poscho (Maismehlbrei), Matoke (Kochbananenbrei) und dicken Bohnen. „Schon nach zwei Wochen konnte ich das Essen nicht mehr sehen. Meine Gastfamilie, meine Arbeitskollegen und vor allem die Kinder erfreuten sich aber täglich an dem gleichen Gericht.“

Quelle: op-online.de

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