Trauriges Bild auf dem Friedhof

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Weiskirchen - Nach den Diskussionen und Leserbriefen über die zentrale Gedenkfeier am Volkstrauertag ist noch immer keine Ruhe eingekehrt. Der VdK Weiskirchen erinnert nun an eine doppelte Panne bei der Kranzniederlegung: Sowohl die Fahne als auch der Kranz fehlte.

An Peinlichkeit und Respektlosigkeit seien die Vorgänge kaum zu überbieten, schreibt VdK-Rechnerin Maria Reichardt in einem Leserbrief an unsere Zeitung. Eine Entschuldigung der Verantwortlichen sei angebracht.

Die Stadt hatte die VdK-Ortsverbände gebeten, auf den Friedhöfen der Stadtteile jeweils einen Kranz im Auftrag des Magistrats niederzulegen. Das sollte überall um 11.15 Uhr geschehen, auch in Weiskirchen. Dort versammelten sich etwa 30 Bürger am Denkmal. Maria Reichardt: „Was nicht vorhanden war, war die Fahne, die zu diesem Trauertag am Fahnenmast hängen sollte (...) und der zur Kranzniederlegung notwendige Kranz.“ Erst eine halbe Stunde nach Beginn seien zwei städtische Arbeiter aufgetaucht, um die Fahne zu hissen. Doch da war schon alles vorbei.

„Da ist bis heute noch kein Kranz hingekommen“

„Da ist bis heute noch kein Kranz hingekommen“, sagt VdK-Ortsvorsitzender Gerhard Vollert frustriert. Die Stadtverwaltung habe zwar nach eigenen Angaben per Telefax einen Kranz bei einem örtlichen Blumengeschäft bestellt, die Bestellung sei dort aber nie eingetroffen.

Wo die Fax-Bestellung abgeblieben ist, ist der Verwaltung ein Rätsel. „Letztes Jahr hat es doch auch funktioniert“, wundert sich Pressesprecherin Sabine Fischer. Bewusst habe die Stadt nicht nur einen Lieferanten beauftragt, sondern Blumenhändler aus allen Stadtteilen. Bei einer Kontrollfahrt zu allen Friedhöfen habe sie am Sonntagmorgen zwar das Fehlen des Kranzes entdeckt, doch so kurzfristig sei nichts mehr zu retten gewesen.

Panne „sehr ärgerlich“

Die Sprecherin bezeichnet die doppelte Panne als „sehr ärgerlich“. Eine Mitarbeiterin der Friedhofsverwaltung habe sich bei Gerhard Vollert telefonisch entschuldigt. „Die Beflaggung wird im nächsten Jahr anders laufen. Die Fahnen werden früher gehängt“, kündigt Sabine Fischer an. Über Nacht wolle man sie jedoch nicht draußen lassen.

eh

Quelle: op-online.de

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