Ein Herz für Benachteiligte

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Die Unterlagen über die Patenschaft füllen inzwischen einen ganzen Ordner. Marianne Kneißl sammelt darin Briefe und Fotos von ihrem Patenkind.

Rodgau (bp) - Ulaanbaatar liegt von Rodgau Tausende Kilometer entfernt. Und trotzdem ist die Hauptstadt der Mongolei so nah. Zumindest für Marianne Kneißl.

Denn die frühere Mitarbeiterin des Sport- und Kulturamts pflegt zu einem Mädchen aus der Millionenstadt seit 2003 eine Patenschaft. Über das Hilfswerk „World Vision“ kam der Kontakt zustande.

Namuundari in einem Geschenk-Shirt ihrer Patin.

Wann immer es ihr möglich ist, wirbt Marianne Kneißl für die gute Sache. Deshalb wandte sie sich an unsere Zeitung. „Wenn durch den Artikel nur eine einzige neue Patenschaft hinzugewonnen würde, wäre schon viel erreicht“, appelliert sie. Das geschieht nicht ohne Grund. Ihr Patenkind Namuundari lebt mit ihrer Mutter und den Geschwistern im Elendviertel der Großstadt in ärmlichsten Verhältnissen. 30 Euro monatlich investiert Marianne Kneißl, schickt regelmäßig Päckchen, spendet weitere Geldbeträge und schreibt Briefe. „30 Euro entsprechen dort etwa einem Monatsverdienst. Für uns ist das nicht viel, aber dort kann man sehr viel damit erreichen.“
Die Ruheständlerin erhält von „World Vision“ exakte Quittungen darüber, was mit dem Geld geschieht. Ein Teil fließt in die Schulausbildung, einige Euro werden für Namuundari gespart, der Rest finanziert Kleidung, Spielsachen und mehr. „Ich bin solchen Organisationen gegenüber skeptisch. Das hier hat mich aber überzeugt. Ich weiß, dass mein Geld eins zu eins ankommt.“ Mehrfach im Jahr schreibt die Zwölfjährige ihrer Patin nach Hainhausen. Mit den Jahren ist eine echte Freundschaft gewachsen. Das ist Marianne Kneißl besonders wichtig: „Es wird eben nicht nur Geld abgeliefert.“

Quelle: op-online.de

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