„PepsiCo“ stärkt Standort

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Für die „PepsiCo“-Geschäftsleitung erläuterten Stijn van Paemelen (rechts) und Klemens Gschwandtner (Zweiter von links) die Neubaupläne. Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger (links) und Bürgermeister Alois Schwab (Zweiter von rechts) hörten interessiert zu.

Nieder-Roden ‐ Die „PepsiCo“ Deutschland GmbH stärkt den Standort Nieder-Roden. In dem seit 1974 betriebenen Werk an der Behringstraße 2 entsteht eine aseptische Abfüllanlage für PET-Flaschen (Kunststoff). Das Unternehmen investiert darin 25 Millionen Euro und schafft 32 zusätzliche Arbeitsplätze. Von Bernhard Pelka

Noch einmal zwei Millionen Euro fallen für Brandschutzmaßnahmen an. Der Betrieb in Nieder-Roden bleibt damit der wichtigste „PepsiCo“-Standort in Deutschland.

Mit der neuen Abfüllstraße steigt die Jahresproduktion um 80 Million Liter kohlensäurefreie Getränke. Abgefüllt werden dort unter Reinraumbedingungen ausschließlich Punica-Säfte verschiedener Geschmacksrichtungen und Lipton Eistee. Am 22. Oktober soll die neue Abfülllinie in Betrieb gehen. Zuvor sind etliche Probeläufe geplant.

Das Unternehmen betreibt in Nieder-Roden mit zurzeit 92 Mitarbeitern bereits zwei Abfüllstraßen für Dosen (Pepsi) und eine PET-Linie (Schwip Schwap). Die Jahresproduktion beträgt 230 Millionen Liter kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke. Das sind 230 Millionen Dosen und 100 Millionen Flaschen. Die neue Anlage kann 45.000 Liter pro Stunde abfüllen. Sie wird in eine bereits bestehende Halle eingebaut, die bisher als Lager diente. Dank einer Teilbaugenehmigung haben die Umbauarbeiten schon im vergangenen Dezember begonnen. Damals wurden 1800 Quadratmeter alte Bodenplatte herausgerissen und Abwasserleitungen verlegt. Den Auftrag sicherte sich eine Hanauer Firma.

„Kreis Offenbach hat sofort reagiert“

Gestern überreichte die Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger nun die eigentliche Baugenehmigung. Jäger lobte die „antizyklische Investition“ und betonte, wie sehr dies den Standort und die Wirtschaftskraft des Kreises Offenbach stärke. Bürgermeister Alois Schwab erwähnte, dass „PepsiCo“ am 28. Oktober des vergangenen Jahres das Projekt erstmals bei der Stadt vorgestellt habe.

Dann sei alles angemessen schnell gegangen, um die Neubaumaßnahme erfolgreich zu begleiten. „Der Kreis Offenbach hat sofort reagiert.“ Diesen Ball nahm Claudia Jäger gern auf. Sie schilderte zufrieden, dass der Kreis trotz eines „sehr ambitionierten Zeitplans das nicht alltägliche Genehmigungsverfahren schnell durchgeführt hat“. Das bestätigten Stijn van Paemelen und Klemens Gschwandtner für die „PepsiCo“-Geschäftsleitung. Beide dankten sowohl der Stadtverwaltung Rodgau als auch der Kreisverwaltung für die sehr zügige und ausgesprochen gute Zusammenarbeit.

Gschwandtner nannte die Baumaßnahme eine „Sicherung der Zukunft“. Überdies bessere das Unternehmen damit durch kürzere Transportwege zum Kunden und eine höhere Auslastung der LKW seine CO2-Bilanz auf.

Quelle: op-online.de

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