Pfosten nahe der Kita bleiben stehen

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Die umstrittenen Pfosten in Rodgau.

Weiskirchen (bp) - Die umstrittenen Pfosten auf dem Verbindungsweg zwischen Werrastraße und Hainhäuser Straße bleiben wohl stehen. Das ließen Bürgermeister Jürgen Hoffmann (SPD) und Stadtrat Michael Schüßler (FDP) bei der jüngsten Magistratspressekonferenz durchblicken.

Der Ortsbeirat Weiskirchen hatte hingegen einstimmig beschlossen, dass die Pfosten zu beseitigen seien, um den Durchgangsverkehr in diesem vier Meter schmalen Sträßchen wieder zu ermöglichen.

Wie berichtet, hatte die Straßenverkehrsbehörde nach einem Gespräch mit Bürgern die Pfosten setzen lassen. Schüßler widersprach der Auffassung mancher Ortsbeiratsmitglieder, dass der Ortsbeirat vor dieser Aktion hätte gehört werden müssen. Anhörungspflicht bestehe nur bei wichtigen Verkehrsangelegenheiten wie etwa der Einrichtung einer flächendeckenden Tempo-30-Zone.

Der Stadtrat erläuterte, die Pfosten seien gesetzt worden, um den zunehmenden Durchgangsverkehr und damit eine mögliche Gefährdung auszuschließen. Immer mehr Eltern brächten ihre Kinder mit dem Auto zur Kita dort in der Nähe. Der nur vier Meter schmale Weg sei für einen Begegnungs- und Durchgangsverkehr aber nicht geeignet. Breitere Parallelstraßen wie die Straße Am Sportplatz seien dafür hingegen wie geschaffen.

Schüßler argumentierte, die Stadtverwaltung sei bei ihrer Entscheidung „lediglich bestehenden Rodgauer Standards“ gefolgt. Auch die Bleichstraße in Dudenhofen oder die Robert-Koch-Straße in Hainhausen (in beiden Fällen sind ebenfalls Kitas in der Nähe) seien mit Pfosten gesperrt.

Niemand wolle „an der Kompetenz des Ortsbeirats rütteln“. Die Verwaltung müsse aber „losgelöst von Einzelinteressen handeln“, ergänzte der Bürgermeister.

Quelle: op-online.de

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