Pilz schädigt Triebe

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Johannes Ott (11) hilft gerne seinem Großvater Albert im heimischen Garten bei der Arbeit. Zurzeit kämpfen die beiden gegen die schlimmen Folgen der Triebspitzendürre.

Hainhausen - (pul) Johannes Ott hat im Garten seines Großvaters Albert Ott in der Humboldtstraße sein eigenes Gartenbeet. Der Elfjährige beackert es mit Spaß. Die Freude über gedeihende Pflanzen im Frühsommer verfliegt aber schnell, wenn sich ungebetene Gästen einnisten. Aktuell breitet sich die Monilia-Triebspitzendürre in Hessen aus. Auch in Rodgau sind inzwischen die ersten Fälle bekannt geworden.

Von einer Bürgerin mit dem Hilferuf kranker Forsythien konfrontiert, wählte sich Albert Ott zunächst einmal bei entsprechenden Infostellen die Finger wund. Hilfe wusste schließlich die Hessische Gartenakademie in Kassel.

Die Monilia, auch Triebspitzendürre genannt, ist in Nordhessen kein Unbekannter. „Es ist ein Pilz, der bei Feuchtigkeit über die geöffnete Blüte hinein in die Leitungsbahnen des Gewächses schlüpft und letztlich für meterlange dürre Triebe sorgt“, so die Auskunft der Gartenakademie. Bei Kirsch- und Mandelbäumen war Monilia auch für Albert Ott kein Unbekannter. Dass er an Ziergewächse geht ist dagegen neu, denn nun befällt Monilia lacsa auch Forsythien. Die Blütenbüschel und die Äste werden welk.

Dem Schrumpfen der Blüten und dem Ausdörren der Äste braucht aber kein Gärtner tatenlos zuzusehen. Die passende Gegenmaßnahme liefert die Gartenakademie gleich mit: „Nach der Blüte gilt es einen großzügigen Rückschnitt bis 20 Zentimeter in das gesunde Holz vorzunehmen“. Danach muss das befallene Geäst aus dem Garten raus, denn der Pilz bleibt lange keimfähig. Ab in die Biotonne, ein Feuer damit machen oder wie Albert Ott vorschlägt, die Kompostierungsanlage ansteuern, sind die geeigneten Lösungen für die kranken Holzpartien.

Die Hessische Gartenakademie (HGA) als Bildungseinrichtung des Landes Hessen richtet sich an Freizeitgärtner, Kommunen und öffentliche Einrichtungen.

Die Zentrale der HGA befindet sich in Geisenheim, für die nordhessische Region gibt es ein Angebot von der Filiale in Kassel unter 01805 729972.

Mehr als 22 Millionen Bürger in Deutschland befassen sich in ihrer Freizeit mit Garten und Pflanze. In Hessen gibt es rund eine Million Haus- und Kleingärten.

Quelle: op-online.de

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