Pizzaofen statt Grill

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Walter Vogl schiebt regelmäßig mit dem etwa 1,70 Meter langen Schieber die kreisrunden Mahlzeiten auf der 35 Zentimeter messenden Metallpfanne in den Ofen. „So zwei Stunden lang muss der schon angeheizt worden sein“, berichtet der Hobby-Pizzabäcker aus seinem Erfahrungsschatz. Während andere Leute im Sommer im Garten meist grillen, heizt er in der Rheinstraße seinen Pizzaofen an.

Dudenhofen - (pul) Wenn im Sommer der Duft von gegrillten Würstchen durch die Gärten zieht, läuft jedem das Wasser im Mund zusammen. Walter und Iris Vogl lassen sich zu dieser Zeit eine ganz andere Spezialität schmecken: Sie backen ihre Pizza im eigenhändig gemauerten Backofen im Garten.

Wohl einmalig im Rodgau ist der Festschmaus für die Gäste bei Familienfeiern im Hause Vogl in der Rheinstraße. Und die Aussagen der Bekannten wie „beste Pizza weit und breit“ bestärken sicherlich Walter Vogl, das Richtige getan zu haben, als er sich vor Jahren entschied einen Backofen im Garten zu mauern. Dabei dachte er damals noch gar nicht an das italienische Nationalgericht. Angeregt von seiner Mutter Luise und dem Keeskuche-Fest am Backes, entschloss sich der Dudenhöfer einen echten Bauernkeeskuchen selbst herzustellen. Stellte sich nur noch die Frage, wie so ein Ofen zu bauen ist. Den Bausatz aus Italien importiert, war schnell ein Maurer gefunden und schon ragte der Schornstein in die Höhe.

Heute backt kein Keeskuche mehr in der Rheinstraße. Heute schiebt Walter Vogl regelmäßig mit dem etwa 1,70 Meter langen Schieber die kreisrunden Mahlzeiten auf der 35 Zentimeter messenden Metallpfanne in den Ofen. „So zwei Stunden lang muss der schon angeheizt worden sein“, berichtet der Hobby-Pizzabäcker aus seinem Erfahrungsschatz. „Und den besten Geschmack erreicht man mit Buchenholz.“

Bevor Iris Vogl ihre Lieblingspizza mit frischen Tomaten, Basilikum und Mozarella belegt, hat sie in der Küche aus Mehl, Wasser, Salz, Hefe und Olivenöl einen Hefeteig geformt. Den hat sie zehn Minuten geknetet, mehrfach „aufgeknallt“ (damit die Luft entweicht) und natürlich lange genug gehen lassen. Dann heißt es noch das passende Tröpfchen im Weinkeller zu finden - und einem gemütlichen Abend steht nichts mehr im Weg.

Quelle: op-online.de

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