Pläne für neue Rollwaldkirche

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Wenn es nach dem Willen des Verwaltungsrates geht, beginnt die katholische Kirche noch in diesem Jahr mit dem Neubau der Heilig-Kreuz-Kirche im Rollwald.

Nieder-Roden (pul) ‐ Gerne würde der Verwaltungsrat der katholischen Gemeinde St. Matthias noch in diesem Frühjahr oder Sommer den ersten Spatenstich setzen. Bis mit dem Bau der neuen Heilig-Kreuz-Kirche in Rollwald begonnen werden kann, sind aber noch unterschiedliche Ansichten mit der Diözese bei der Auftragsvergabe zu klären.

Der grundsätzliche Beschluss zum Bau sei von der Aufsichtsbehörde in Mainz genehmigt, berichtet Pfarrer Dr. Peter Eckstein. Zwischen dem Verwaltungsrat in Nieder-Roden und dem Diözesanbauamt in Mainz besteht aber noch Diskussionsbedarf in puncto Auftragsvergabe. Mainz will eine Ausschreibung unter den Architekten und legt den Nieder-Rödern nahe, kein Architekturbüro vor Ort zu beauftragen. Negative Erfahrungen bei einer ähnlichen Sachlage bewegten die Diözese zu dieser Ansicht, so Pfarrer Dr. Eckstein.

Die Nieder-Röder sind da ganz anderer Meinung und haben schon ein ortsansässiges Unternehmen ins Auge gefasst. Bis spätestens Ende Februar wollen die Parteien nochmals über diesen Punkt beraten.

Baukosten von rund 800.000 Euro

Zeit für einen Neubau wird es allemal. Seit gut zehn Jahren bereitet die marode Bausubstanz der beiden Pavillons in Rollwald sorgen. Nun sieht die Planung vor, beide abzureißen und ein neues Gebäude zu errichten. Vorgesehen sind ein 100 Quadratmeter großer Kirchenraum mit 100 Sitzplätzen, Foyer, ein kleiner Saal, Küche, Toilette, Heizung, Abstellraum und eine Sakristei.

Bei diesem Vorhaben rechnet Pfarrer Dr. Eckstein mit Baukosten von rund 800.000 Euro. Drei Viertel davon will Mainz übernehmen.

Um den Restbetrag zu stemmen, ist ein Grundstück in der Schweriner Straße bereits verkauft worden. Darüber hinaus müssen Spendenaufrufe, Darlehensaufnahme und Veranstaltungen das erforderliche Geld einbringen.

Nieder-Röder Pfarrer denkt kostenbewusst

Die Resonanz in der Gemeinde ist sehr unterschiedlich. „Gebt das Gelände auf“, sagen die einen. Die Stimmen aus Rollwald klingen dagegen ganz anders. Dort ist man für den Erhalt des letzten großen Gebäudes im Nieder-Röder Ortsteil. Die Meinung wird unterstützt von Kardinal Karl Lehmanns Aussage, keine Kirchen zu schließen.

Die Heilig-Kreuz-Kirche bleibt erhalten“, betont auch der Nieder-Röder Pfarrer. Dabei denkt er kostenbewusst, bedenkt aber auch den sakralen Charakter des geplanten Gebäudes: „Wir bauen weder eine Kathedrale noch eine Paternoster-Garage.“

Quelle: op-online.de

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