TGS plant Neubau

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Die Hauptversammlung der TGS hat den Vorstand beauftragt, Ideen für einen Hallenneubau zu entwickeln. Das alte Gebäude weist etliche Mängel auf.

Jügesheim ‐ „Wir haben quasi ein illegales Gebäude.“ Mit drastischen Worten beschreibt der 2. TGS-Vorsitzende Peter Döbert das große Hallenproblem von Rodgaus größtem Verein. Von Bernhard Pelka

Die 1932 gebaute und 1955 erweiterte Liegenschaft am Ostring 18 genügt aktuellen Brandschutzvorschriften nicht mehr. Noch schlimmer: 1976 bei Umwidmung der Halle zur Versammlungsstätte gemachte Auflagen sind bis heute nicht erfüllt. Der Verein braucht aber nicht nur wegen maroder Bausubstanz einen Neubau. Vielmehr strebt die TGS auch eine Bündelung ihrer Angebote an. Derzeit trainieren Mitglieder an sieben Standorten, für die der Verein teils Miete zahlt. Die jüngste Hauptversammlung hat deshalb beschlossen, nichts mehr in die alte Bausubstanz zu investieren.

Drei Vorschläge zum Neubau

Der Vorstand wurde ermächtigt, stattdessen Neubaupläne zu schmieden. Ein erster Schritt war nun eine Standortanalyse. Wo könnte die neue Halle (22 mal 44 Meter groß) stehen? Die Planungsgesellschaft Bauconzept aus Lichtenstein bei Chemnitz hat drei Vorschläge unterbreitet: Neubau am alten Platz, neue Zwei-Feld-Halle auf dem Gelände des Feuerwehrhauses (unter Einbeziehung der Alten Schule), Hallenbau auf dem Kunstrasenplatz an der Lange Straße. Wobei ein Neubau am alten Platz ausscheidet. „Wir müssen zur Finanzierung des Vorhabens unser Grundstück am Ostring einbringen“, erläutert Döbert. Die Entscheidung der Mitglieder sei aber noch offen.

Vieles hängt nun davon ab, ob und wann die Fusion der TGS mit TGM SV funktioniert. Wird aus dem Hallenbau ein Gemeinschaftsprojekt der beiden Jügesheimer Großvereine? Kommt womöglich auch die Stadt noch ins Spiel? Denkbar wäre jedenfalls, dass im Ortskern nicht nur eine reine Sporthalle entsteht, sondern ein Sport- und Kulturzentrum, das - außer dem Sport - zahlreichen Veranstaltungen verschiedener Genres eine Bühne sein könnte.

Noch im Frühstadium

„Wir verschließen uns nicht den Interessen der Allgemeinheit“, kommentiert der 2. Vorsitzende diese Spekulation vorsichtig. Und er verrät: „Ein Gespräch mit dem neuen Bürgermeister Jürgen Hoffmann hat stattgefunden. Aber wir sind in einem sehr frühen Stadium. Letztlich müssen die Stadt und die Politik dies wollen.“

Noch einmal zur bestehenden Halle. Nach diversen Gefahrenverhütungsterminen mit Kreisbauaufsicht und Feuerwehr reduzierte die TGS die Zahl der Plätze bei bestuhlten Veranstaltungen von über 300 auf 270; auch wurde die Kellerbar, an der so viele gute Erinnerungen und Herzen hängen, geschlossen. Die Bauaufsicht duldet den Hallenbetrieb weiterhin. Die Verantwortung trägt aber der geschäftsführende Vorstand. Er haftet für Schäden, sagt Döbert. Etwa eine Million Euro wären nötig, um alle Brandschutzauflagen zu erfüllen. Dann hätte die TGS aber immer noch ein altes Gebäude, das sehr hohe Energiekosten verursacht. Am 8. Juni ist die nächste Gefahrenverhütungsschau. Das Ergebnis ist offen.

Quelle: op-online.de

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