Neuer Polizeiposten eröffnet

Neue Wache ist barrierefrei

In der Wache hat André Schuck alles im Blick. Über Mikrofon und Lautsprecher spricht er mit den Bürgern auf der anderen Seite der Sicherheitsglasscheibe. Gerade nimmt der Wachpolizist eine Verlustanzeige auf.

Dudenhofen - Endlich genug Platz zum Arbeiten: Der Polizeiposten Dudenhofen ist in das ehemalige Feuerwehrhaus umgezogen. Gestern wurden die neuen Räume eingeweiht. Für den Umbau hat das Land Hessen 805.000 Euro ausgegeben.

Die feuerroten Fensterrahmen und Rolltore erinnern noch an die Feuerwehr. Nur die rote Banderole oben am Schlauchturm wurde durch eine blaue ersetzt. Weithin sichtbar ist dort die Telefonnummer für Notfälle aufgemalt: 110.

Schlüsselübergabe vor dem neuen Gebäude des Polizeipostens (von links): Ulrich Kist (Hessisches Immobilienmanagement), Bürgermeister Jürgen Hoffmann, Thomas Platte (Hessisches Baumanagement), Kriminalhauptkommissar Dieter Häser, Polizeipräsident Roland Ullmann, Innenminister Peter Beuth sowie die Landtagsabgeordneten Frank Lortz, Ulrike Alex und Corrado di Benedetto.

Sicherheit wird groß geschrieben. Rund 240.000 Euro der Umbaukosten entfallen auf spezielle Einbauten für die Sicherheit. Bürger stehen zunächst vor verschlossener Tür und müssen sich über Sprechanlage und Videokamera melden. Auch der kleine Warteraum mit drei festgeschraubten Sitzen aus Metall ist videoüberwacht. Eine zweite Panzerglastür öffnet den Zugang zur Wache. Auch dort sind Bürger und Beamte durch eine dicke Glasscheibe getrennt. Der schmale Flur und der kleine Wachraum sehen nicht so aus, als hätte die Polizei nun besonders viel Platz. Auch die Büros der Ermittler im Obergeschoss sind zwar zweckmäßig, aber nicht riesig. Dennoch sind die neuen Räume größer als die alten: 755 statt 430 Quadratmeter. Jetzt können alle Mitarbeiter gleichzeitig am Arbeitsplatz sein. Bisher war das nicht möglich.

Gute Arbeitsbedingungen seien selbstverständlich, sagte Innenminister Peter Beuth gestern bei der Einweihung. Der Umzug sei „ein sehr erfreuliches Ereignis“. Polizeipräsident Roland Ullmann betonte, der langfristige Mietvertrag sei „ein klares Bekenntnis für den Polizeistandort Rodgau“. Der Mietvertrag läuft zunächst zehn Jahre; die Polizei kann ihn in Fünf-Jahre-Schritten auf bis zu 30 Jahre verlängern.

Bilder von der Eröffnung

Neue Polizeidienststelle eingeweiht

Von einer Geduldsprobe sprach Bürgermeister Jürgen Hoffmann. Dreieinhalb Jahre seien seit den ersten Gesprächen zwischen Stadt und Polizei vergangen. Ulrich Kist vom Hessischen Immobilienmanagement sagte, seine Behörde bearbeite derzeit 15 Projekte zur Unterbringung von Polizeidienststellen. Den Gedanken der Nachhaltigkeit rückte Thomas Platte vom Hessischen Baumanagement in den Mittelpunkt. Mit einer Investition von 805.000 Euro habe man den dreifachen Neuwert geschaffen - rund 2,4 Millionen.

eh

Quelle: op-online.de

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