Ermittlungen laufen

Kinder angesprochen? Polizei vor Schulen unterwegs

Rodgau / Seligenstadt - Ein Unbekannter soll in den letzten Tagen drei Schulkinder in Hainhausen angesprochen haben, ob sie mit ihm nach Hause gehen wollten. Das bestätigte die Polizei am heutigen Freitag auf Anfrage.

Um ähnliche Vorfälle zu verhindern, sind Beamte verstärkt in der Nähe der Schulen unterwegs. „Die Kinder haben vorbildlich reagiert und sind weggerannt“, erklärt Polizei-Pressesprecherin Andrea Ackermann. Die gemeldeten Vorfälle hätten sich in der Nähe der Geschwister-Scholl-Schule und der Münchhausenschule abgespielt. Schulleitung und Polizei informierten die Eltern in einem gemeinsamen Elternbrief, der am Mittwoch verteilt wurde. In Internetmedien wie Facebook und Twitter ist die Aufregung groß.

„Bislang haben sich keine konkreten Anhaltspunkte ergeben, dass sich die Schüler in einer tatsächlichen Gefahr befunden haben“, heißt es im Elternbrief. Alle eingegangenen Hinweise würden sorgfältig bewertet. Der Schulbetrieb könne ungehindert weitergehen. „Die Polizei informiert sofort die Öffentlichkeit, sollte eine erhöhte Gefährdung der Kinder im Raum stehen“, verspricht Andrea Ackermann. Zurzeit gebe es dazu aber keinen Anlass. Die oft unbestätigten Angaben in den sozialen Medien seien wenig hilfreich: „Gerüchte erschweren unsere polizeiliche Arbeit ungemein.“ Die Polizei nehme die Aussagen der Kinder und die Sorgen der Eltern ernst: „Jeden Hinweis prüfen wir sorgfältig.“ Zeugen melden sich bitte direkt - auch über den Notruf 110. Die Polizei hat zudem ebenfalls einen Beitrag auf Facebook veröffentlicht:

Die Polizei zeigt Präsenz. Beamte seien „verstärkt im Bereich der Schulen unterwegs“, berichtet die Sprecherin. Kinder, Eltern oder Anwohner könnten die uniformierten Polizisten jederzeit ansprechen. Ein ähnlicher Vorfall wurde am Freitag im Seligenstädter Stadtteil Klein-Welzheim gemeldet. Zwei Mädchen erzählten in der Schule, ein Mann habe sie aus dem Auto heraus gefragt, ob sie seine Hundewelpen sehen wollten. „Das war ausgedacht“, weiß die Pressesprecherin. Das hätten die Schülerinnen kurz darauf zugegeben. Ackermann: „Den Kindern können wir keinen Vorwurf machen. Sie machen das ja auch nicht aus Boshaftigkeit.“ (eh)

So können Eltern das kindliche Selbstbewusstsein stärken

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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