Polizei verdoppelt Streifendienst

Dudenhofen (eh) ‐ Fünf Wachpolizisten haben am Montag ihren Dienst im Polizeiposten Dudenhofen angefangen. Sie sollen die personelle Besetzung verstärken. Das Polizeipräsidium Süd ost hes sen erhofft sich davon eine stärkere Präsenz auf der Straße. Es gibt aber auch skeptische Stimmen.

So befürchtet Ortsvorsteher Karl-Heinz Kühnle (CDU) „einen gravierenden Einschnitt in die Dienstleistungen für die Bürger.“ Es werde schwieriger als bisher, Strafanzeigen zu erstatten.

Wachpolizisten sind Angestellte mit dem rechtlichen Status von Hilfspolizeibeamten. Ihre Ausbildung dauert nur vier Monate. Gegenüber den regulären Polizeibeamten haben sie eingeschränkte Befugnisse. Strafanzeigen dürfen sie zum Beispiel nicht aufnehmen.

Mehr Sicherheit für die Bürger

Fünf der 41 neuen Wachpolizisten in Südosthessen kommen nach Rodgau, wie Polizei-Pressesprecherin Andrea Ackermann auf Anfrage berichtet. Im Posten Dudenhofen sollen sie den Wachdienst übernehmen: „Sie bedienen Telefone und sind der erste Ansprechpartner, wenn ein Bürger auf den Posten kommt.“ Dadurch würden mehr Beamte für den Streifendienst frei: „Das Ziel ist, dass eine Streife mehr in Rodgau unterwegs sein kann.“ Bisher sei eine Streife fest für Rodgau eingeteilt, künftig zwei. „Wir wollen mehr Sicherheit für die Bürger erreichen“, betont Andrea Ackermann. Da seien Kommissare im Streifenwagen sinnvoller eingesetzt als im Büro. Wenn doch einmal ein Bürger einen Handtaschendiebstahl oder eine Unfallflucht anzeigen wolle, könne eine Streife rasch per Funk zurück zum Posten gerufen werden. Im Übrigen bleibe die Ermittlungsgruppe weiterhin in Dudenhofen stationiert.

Deutliche Entlastung der Beamten

Ortsvorsteher Kühnle befürchtet trotzdem einen Nachteil für die Bürger wegen Wartezeiten: „Die Wachpolizisten machen nur Telefondienst und müssen die Bürger abweisen.“ Das Polizeipräsidium hingegen erwartet eine deutliche Entlastung der Beamten. Neben Objektschutz und Verkehrsüberwachung könnten die Wachpolizisten zum Beispiel auch die „erkennungsdienstliche Behandlung“ von Personen übernehmen. Ackermann: „Das ist unheimlich zeitaufwändig.“

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © pixelio/ Arno bachert

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